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Das Schärfen von Rasiermessern

Dieser Text stammt aus dem Nassrasur Forum. Es ist als Zitat hier komplett übernommen worden. Die Rechte daran liegen natürlich beim Schreiber der Worte!

Hier klicken für den PDF Download des gesamten Textes

Schärfen von Rasiermessern

Testen/Prüfen :
hat die Schneide, dort wo die Baarthare geschnitten werden, eine durchgehende ganz feine, aber gut sichtbare “Linie”die etwa  1/10 bis  2/10mm  breit ist, entlang der gesamten Schneide?

Wenn ja: reicht das Nachschärfen ab 6000er Stein. Bei DIr würde ich den BB nehmen.

Wenn nicht: muss es auf den 1000er Stein zum Anschleifen . 

 Wie viel Druck ist richtig???

Nur soviel , das die gesamte Schneidkante und der Klingenrücken sauber auf dem Stein aufliegt und bei der Schleifbewegung nicht auf dem Stein kippelt. Einen Bleistift wie ein Rasiermesser in die Hand nehmen und so tun als wäre das die Klinge. Wenns jetzt klappt das der Stift mit der ganzen Länge auf dem Stein drübergeführt wird, dabei der Stift nur ganz wenig über die gesamte Steinbreite angeschliffen wird, dann ist das genügend Druck. Oder ein Blatt 3 bis 4 mal falten und das gegen den Stein drücken. Wenn sichs durchbiegt, reicht der Druck.

 Steine vorbereiten:

Mit dem Nagura (egal ob Natur oder synt.) die Steine abreiben und dadurch die Poren freimachen. Stein unter fließendem Wasser abwaschen. Nun einen Schleifschlamm auf den Stein aufbringen. Dazu den nassen Stein mit dem Nagura abreiben (nicht mehr abwaschen) und einen dünnflüssigen Film erzeugen. Die Steine immer gut feucht halten und den Schleifschlamm schön dünnflüssig halten. Wird er dick wie Zahnpasta dann muss etwas Wasser dazu. Zwischendurch mit dem Nagura die Poren wieder säubern (diesen Schlamm aber abwaschen), dann wieder Schleifschlamm wie schon geschildert ….. und so weiter.

 Wie viele Züge pro Seite sind notwendig?

das ist sehr abhängig vom Stahl des Messers: z.B. bei Normalstahl (Karbonstahl oder nicht rostfreie)

1000er Stein:

So etwa 10…15 mal je Seite, so als würden hauchfeine Scheiben vom Stein geschnnitten. Dabei ist wichtig, daß die Klinge immer über den Rücken gedreht wird, niemals  über die Schneide drehen! Ist jetzt die Linie zu sehen?

Wenn nicht: nochmal 5 bis 10 Züge. Nun müsste so eine neue Linie gut sichtbar sein. Auf jeder Seite !

Wenn ja: jetzt mit dem 6000er weiterarbeiten .
Wenn kleine Ausbrüche/Scharten o.ä. in der Klinge sind muss so lange mit dem 1000er Stein gearbeitetet werden bis diese Ausbrüche weg sind.

6000er Stein oder gelber BB:

wie schon gesagt, ohne Druck, je nach Stahl, können schon mal 20 oder noch etwas mehr Züge (je Seite) nötig sein!!!

der erste grobe Test

Haar zwischen zwei Fingern (Daumen und Zeigefinger) hochhalten. Mit einer leichten, ziehenden Schneidbewegung muss das Haar abzuschneiden sein (knapp über der “Haltestelle”). Dabei darf sich das Haar durchaus etwas biegen, dies ist ja nur ein erster Test, ob die notwändige Schärfe erreicht wurde. Test bestanden?

Wenn nicht:  weiter mit dem 6000er. Ich würde mal sagen nach max. 50 Zügen müsste das Messer auf jeden Fall so scharf sein.!!! Wenn ja: weiter mit dem 8000er Stein.

8000er Stein oder bei Dir der Arkansas:

auch hier gilt: kein Druck!!! Bei den Kohlenstoff Stahlmessern würde ich so aus dem Bauch heraus sagen: mit max 20 Zügen pro Seite müsste das Messer nun gut scharf sein und den Haartest wie oben beschrieben locker schaffen.

Nun kommt die Mystik :

d.h. ich kanns nicht genau erklären weshalb, es ist halt so, oder besser gesagt: Ich mach das so. Ich höre bei verschiedenen rostfreien Messern mit dem 6000er auf und gehe nicht auf den 8000er Stein. Da ziehe ich die Klingen dann auf dem 6000er Stein aus. Ich “schneide also keinen dünnen Scheiben ab”, sondern ziehe die Klinge in die Richtung des Klingenrückens. Sehr oft sind es die breiten Messer, die hier z.T. richtig störrisch sind. Bei diesen Messern ist der Grat so dünn, “brüchig” und empfindlich, das er sehr leicht abbricht. Das Messer wird “überschärft”. Diesen Punkt vorher zu sehen ist nicht immer möglich, d.h. wenn er überschritten ist: alles von vorne.

Riemen/Ledern:

mit dem Riemen (grüne Paste) mach ich dann etwa 10-15 leichte Züge. Ganz wenig Druck und aufpassen das die ganze Schneide sauber über die komplette Länge aufliegt. Langsam arbeiten!! Genauigkeit ist wichtiger als Geschwindigkeit!! Wenn der Riemen schmaler ist als die Klinge lang (sind sie fast alle), mittels Kreuzstrich arbeiten.

Kreuzstrich:

Mit dem Messer an einem Rand anfangen (auflegen) und die Klinge während der Bewegung schräg ziehen, so dass die ganze Klingenlänge abgezogen wird. Dann über den Rücken wenden und rückwärts in die andere Richtung ziehen.

einfacher unbehandelter oder gefetteter Riemen:
jetzt noch mit dem ganz einfachen (unbehandelt oder Fettpaste - die mit der gelben Kennzeichnung) Riemen noch etwa 10 mal ganz leicht abziehen. So, als würde man eine Folie glatt streichen.

Endkontrolle/Haartest
jetzt ist das Messer bestimmt so scharf, das ein Haar, gehalten wie vorher, nur vom Drücken gegen die Schneide abgeschnitten wird.

Vom Rasirmesser (1836 A.D.)

Hier ein alter klassischer Text zum Thema Rasiermesser und dessen Handhabung. Besprochen werden die Messer an sich, das Schärfen und die notwändigen Steine, das Abziehen und die Handhabung.

In ursprünglich gothischer Schrift und teilsweise gekürzt inkl. download Link:

Vom Rasiermesser (1836 A.D.)

Vom Rasirmesser (1836 A.D.)

Das Rasirmesser dient zum Scheeren des Bartes. Es ist eine außerordentliche feine Säge, die folglich den feinsten Stahl erheischt.

Ein Rasirmesser ist gut, wenn es den Bart glatt abschneidet, ohne Schmerzen zu verursachen, wenn es nicht leicht stumpf wird und mehrere Monate lang benutzt werden kann, ohne die Schneide zu verlieren.

Die Fehler eines Rasirmessers beruhen fast immer in der Ungeschicklichkeit oder Unwissenheit des Barbiers. Wird es zu gerade gehalten, so legt sich die Schneide um, und das Messer wird stumpf; wird es zu schräg gehalten, so gleitet es über die Haut hin, ohne die Barthaare wegzunehmen. Führt man es nach zwei parallelen Linien über den Bart hin, so schneidet es nicht und verursacht heftige Schmerzen. Bevor man also die Geschicklichkeit des Messerschmieds tadelt, welcher das Barbiermesser gemacht oder abgezogen hat, oder bevor man die Schuld der Qualität des Metalles beimißt, thut man wohl, zu untersuchen, ob man sich zu rasiren verstehe, und wir theilen deshalb in diesem Betreff einige Bemerkungen mit, die hier nicht am unrechten Orte sein dürften.

Da durchs Mikroskop betrachtet, die Klinge des Rasirmessers ziemliche Aehnlichkeit mit einer Säge hat, so folgt daraus, daß dann die Barthaare nicht abgeschnitten werden, wenn man es perpendikulär zu seiner Klinge führt und daß man weit leichter zum Ziele gelangt, wenn man den Heft mit Leichtigkeit ergreift und das Instrument ungefähr so spielen läßt, wie der Schenkel eines Zirkels in seinem Scharnier. Es gehört dazu eine große Geschmeidigkeit in der Hand und eine gewisse Elasticität, die man vor Allem zu erlangen suchen muß.

/…/

Die Erfahrung lehrt uns noch, daß die Barthaare sich weit leichter abscheeren lassen, wenn man eben aus dem Bette oder aus einem warmen Bade kommt. Die Transpiration hat sie weicher gemacht, und das Rasirmesser haftet dann weit besser auf ihnen. Warum ahmt man dieses nicht künstlich nach, indem man mit warmen Wasser den Bart befeuchtet, den man scheeren will, um dadurch die Haare weicher zu machen. Aber für diesen Zweck ist es nicht ausreichend, sich das Antlitz mit etwas lauem Wasser zu reiben und sich eines weichen Dachspinsels zu bedienen. Das Wasser muß einen hohen Temperaturgrad besitzen und man taucht alsdann in dasselbe eher ein grobes, als ein feines linnenes Tuch, reibt kräftig die Barthaare und widerholt dieses mehrmals nach einander. Dann erst mag man die Seife mit einem Dachspinsel auftragen, die jedoch am zweckmäßigsten in heißem Wasser aufgelöst sein muß; und größerer Sicherheit halber kann man auch das Rasirmesser ins heiße Wasser tauchen.

Diese Vorschriften und viele andere, welche die Erfahrung täglich bestätigt, haben uns notwendig geschienen, ungeachtet der Geringfügigkeit des Gegenstandes, auf welchen sie sich beziehen. Es ist eine bekannte Sache, daß nichts leichter zu verfertigen ist, als ein Rasirmesser, und doch fragt sich jedermann, warum es so wenig gute Rasirmesser gibt. Eben so gut könnte man die Frage aufwerfen, warum es so wenig Menschen gibt, die einander ähnlich sind.

Manche haben, z. B. eine feine Haut und sehr harte rauhe Haare; bei andern hat die Sensibilität das Extrem erreicht, und das Nervensystem ist äußerst reizbar. Manchmal ist die Haut uneben, chagrinartig, und das Rasirmesser kann nur holprig über dieselbe gefürt werden, mit Gefahr, Schnitte zu verursachen. Bei dem einen ist das Haar hart und Widersteht dem Messer im Hohen Grade, bei andern ist es weich und weicht der Schärfe. Alle diese Umstände, welche von der Natur herrühren, werden dem Messerschmiede beigemessen, weil es bequemer ist, zu tadeln, als die Ursache des Uebels aufzusuchen.

Von den Rasirmessersteinen

Diese Steine gehören den Kieselthonschiefern an, welche schwärzliche, röthliche oder violette über einander liegende Schichten bilden. Die Sorte, welche sich am besten für feine Klingen, besonders für Rasirmesser eignet, ist chamoisgelb und hat ein so feines Korn, daß man es mit dem Auge gar nicht bemerkt. Gewöhnlich sind diese Steine auf der einen Seite weiß, auf der andern schwarz, aber selten ist die schwarze Seite zum Abziehen brauchbar, weil sie entweder zu hart oder zu weich ist. Zuweilen bemerkt man auf der gelben Seite einzelne schwarze Stellen, aber sie sind der Güte des Steins nicht im Mindesten nachteilig.

Wir erhalten diese Steine aus der Brüchen von Schloß-Salm in der Gegend von Malmedy. Sie geben den Instrumenten eine vortreffliche Schneide und werden beim Gebrauche mit Olivenöl befeuchtet; wenn das Oel einige Zeit darauf gestanden hat, so gerinnt es, und dann muß man es mittelst eines Bimssteins und Wasser abschleifen.

Von dem Abziehen auf dem Wetzsteine

Bei dem Abziehen des Rasirmessers hält man den Stoß der Klinge mit dem Daumen und dem Zeigefinger, während die anderen Finger ohne Anstrengung und Beschwerde den Stiel halten, so daß der Rücken und die Schneide des Messers den Stein gleichmäßig berühren. Man läßt die Schneide vorausgehen und zieht schräg ab, d. h. so, daß die Spitze des Messers bei dem Hin- und Herführen ein X bildet. Da der Rücken der Klinge aufliegt, so ist es nicht schwer, denselben Neigungswinkel beizubehalten; außerdem muß sich der Arbeiter hüten, daß er nicht an der einen Stelle stärker aufdrückt, als auf der andern.

Nach 7 bis 8 Strichen muß man den Faden, welcher sich auf der anderen Seite der Schneide gebildet hat, entfernen, was auf folgende Weise geschieht: Man läßt den Rücken der Klinge vorausgehen, doch ohne, daß er den Stein berührt, und nimmt so, indem man in entgegengesetzten Richtung abzieht, den Faden durch schwaches aufdrücken der Klinge ab, wobei man den Rücken ein wenig in die Höhe hebt. Wenn das Rasirmesser aus dem harten Stahle besteht und gut gehärtet worden ist, so genügt das einfache Abziehen in den entgegengesetzten Richtung vollkommen zur Entfernung des Fadens; besteht die Klinge dagegen auf weichem Stahle, so ist der Faden weit zäher, und man muß das Messer drei- bis viermal auf dieselbe weise abziehen.

Da man bei dem letzten Abziehen die Neigung der Klinge sich plötzlich verändert hat, so ist dadurch auf der einen Seite eine weit stärkere schiefe Fläche entstanden, als auf der andern, und man muß deshalb das Messer nochmals abziehen, darf jedoch dabei nicht zu stark aufdrücken, weil sonst wieder ein Faden entstehen und die ganze frühere Arbeit umsonst sein würde. Um die Güte des Messers zu prüfen, fährt man damit über den Nagel, wie wir es bei dem Federmesser angegeben haben. Wir können es überhaupt Messerschmied nicht genug empfehlen, sich an dieses Prüfen auf dem Nagel und auf der Haut zu gewöhnen, es ist das sicherste und einfachste Mittel, welches ihm jederzeit zu Gebote steht.

Die Oberfläche der Streichriemen wird gewöhnlich mit einer eigenthümlichen Masse überzogen, welche in der Regel aus Schiefer besteht. Man wäscht nach dem englischen Vorschrift den Schiefer aus, stößt ihn in einem Mörser zu feinem Pulver, siebt dieses durch ein feines Sieb, feuchtet es zuerst mit ganz reinem Wasser, dann mit Oel an, bis es die Consistenz des Talgs hat, und streicht es dann auf das vorher gereinigte und gehörig zubereitete Leder. Gewiß eignet sich ein Schiefer, welcher viel Kieselerde enthält, am besten zu diesem Zwecke.

Einige Messerschmiede bedienen sich statt des Schiefers des fein gepulverten Mangans oder Braunsteins, woraus sie jedoch ein großes Geheimniß machen. Sie bestreuen zwei gleich große gefettete Leder mit unfühlbaren Manganpulver und reiben sie dann auf einander, bis sich der Ueberzug allenthalben vollkommen gleichmäßig vertheilt hat.

Vom Schmieden

Die Art und Weise, wie ein Rasirmesser geschmiedet wird, rührt von der Qualität des Stahls her, den man dazu anwendet.

Nimmt man zum Rasirmesser Gußstahl, so braucht er nicht gegerbt zu werden, und das Schmieden beginnt einfach am Ende der Stange.

Um am Ende der Stange zu schmieden, muß man berücksichtigen, daß der Gußstahl nicht schweißwarm gemacht werden kann, ja daß er manchmal nicht einmal eine Weißglühhitze verträgt. Man muß also große Vorsicht anwenden, wenn man eine stählerne Klinge ohne Umgebung schmieden will.

/…/

Wendet man Cementstahl an, so macht sich das Gerben nothwendig, und die Franzosen nennen diese Arbeit forgeage en bobèche (das Schmieden in der Tülle), weil zwei Stangen geschmiedet und zusammengeschweißt werden, von denen die eine die andere zum Theil umgibt.

Das Schmieden in der Tülle ist weit leichter, den man kann dem durch die Tülle geschützten Stahl die ganze nöthige Wärme geben und auch folglich weit mehr härten. Dieses Verfahren wird sehr häufig in der Frankreich angewendet, während die Engländer ihre Klingen lieber am Ende der Stange schmieden und im Schmieden des Gußstahles eine Geschicklichkeit besitzen, die ihnen niemand streitig machen kann.

Das sogenannte Schmieden in der Tülle besteht darin, daß man eine Stange guten Stahl zwischen zwei Stangen geringeren Stahl legt. Für diesen Zweck nimmt man eine Stange gewöhnlichen Stahl, den man in die Breite auszieht und dann auf sich selbst umbiegt, so daß zwischen beiden Oberflächen ein leerer Raum bleibt, welcher die Stange guten Stahl aufnimmt. Der schlechtere Stahl bildet die Tülle und der andere den Kern.

/…/

Man bringt den Stahl mit seiner Tülle ins Feuer, dergestalt, daß derjenige Theil, welcher die Schneide bildet, stets oben erhalten wird. Man muß vermeiden, daß das Feuer nicht zu viele Zwischenräume darbiete. Das Feuer muß mit Kohlen unterhalten werden, die frei von fremden Stoffen sind, um Oxydation zu vermeiden. Man hält anfangs das Feuer schwach und vermeidet, die Bälge in zu rasche Bewegung zu setzen. Besonders nimmt man darauf Rücksicht, daß das Feuer keinen Hammerschlag bilde, was häufig der Fall ist, wenn die Temperatur desselben nicht hoch genug gesteigert ist. Es darf an der Ziehkette der Bälge nur langsam und schwach gezogen werden, und man muß die Bälge langsam niedergehen lassen, indem man sie in kleinen Zwischenräumen wieder etwas in Thätigkeit setzt. Man muß den Stahl oft betrachten und sich in Acht nehmen, daß er nicht schmilzt. Sollte man gewahr werden, daß er dazu geneigt sei, so müßte man ihn sogleich aus den Feuer nehmen, mit Sand bedecken und ihn sodann ins Feuer bringen.

Ein Zeichen, daß das Stück hinlänglich warm sei, besteht darin, wenn die Funken sich vervielfältigen und wenn man einen geringen Grad des Kochens vernimmt. Als dann ist es Zeit, das betreffende Stück aus dem Feuer zu nehmen.

Bevor man es auf den Ambos bringt, thut man wohl, es in Sand zu stecken. Alsdann bringt man es mit der breiten Seite auf den Ambos und beginnt zu schmieden.

Man zieht die die Klinge mit schwachen Hammerschlägen in die Breite, wobei man die Schneide mit ganz besonderen Sorgfalt bearbeitet, um hier Risse oder den Mangel einer homogenen und dichten Beschaffenheit zu vermeiden, welcher Mangel oder Fehler sich während des Schweißens kund gibt. Das Schmieden auf der breiten Seite dauert so lange, als das kochende Geräusch vernommen wird. Sobald dieses aufhört, wendet man die Stange, und stellt sie auf den Ambos; hierauf bearbeitet man sie in die Richtung ihrer Länge, indem man die Kraft des Hammers in dem Maße vermehrt, in welchem die Erkältung beträchtlicher wird.

Man bezweckt damit, dem Metall größere Dichtheit zu geben, und die Risse zu entdecken, wenn dergleichen vorhanden sein sollten.

/…/

Endlich schlägt man die scharfen Ecken auf derjenigen Seite nieder, welche die Schneide bilden soll, und bringt das Stoff abermals ins Feuer.

/…/

Man schmiedet nun auf eine mäßige und vorsichtige Weise, zieht den Druck der Klinge in Gestalt einer Spitze aus und giebt ihm eine Krümmung /…/; man macht ihn weißglühend und und hämmert ihn auf den Ambos, in dem man die Schneide auf einem runden Theile desselben, z. B. auf dem Sperrhorne verdünnt. Indem man nach und nach und mit der gehörigen Aufmerksamkeit den Hammer neigt, bringt man es dahin, die Schneide ziemlich dünn zu erhalten.

Bei dieser letzter Behandlung tritt nun zuweile der Fall ein, daß, wenn das Schweißen der Tülle nicht gut ausgeführt worden, der Sauerstoff sich eines Theils des Kohlenstoffs im Stahle bemächtigt und im Stück selbst eine Ausdehnung bewirkt. Daraus entsteht eine Blase, die sich immer mehr während des Ausstreckens entwickelt und das Schweißen gänzlich verhindert. Das Klügste in einem solchen Falle besteht immer darin, in die Blase zu stechen, damit die Kohlensäure entweichen könne, was oft mit einem vernehmbaren Geräusch geschieht, und dann das Stück nochmals warm zu machen, um das Schweißen zu vollenden.

Nachdem, das Rasirmesser gehörig breit gestreckt worden, muß es noch gehämmert werden, um die Spuren des Schmiedens zu beseitigen. Für diesen Zweck wird es zur Bronzefarbe erhitzt und und dann mit einen gut polirten Hammer aus Gußstahl gehämmert, der eine breite Finne hat. Hier wird die Klinge so lange mit schwachen Schlägen behandelt, bis alle Spuren des Hammers verschwunden sind.

Jetzt ist nun der Augenblick gekommen, das Zeichen des Fabrikanten auf den Druck des Messers zu schlagen, und dieses geschieht, nachdem derselbe die Kirschrotglühhitze erlangt hat, damit sich dieses Zeichen um so sauberer auspräge. Hierauf heizt man die Klinge wieder bis zur Bronzefarbe und hämmert sie bis zum völligen Erkalten.

Bei dieser letzteren Manipulation beabsichtigt man ebenfalls, die Klinge mit schwachen Hammerschlägen ganz glatt zu hämmern, und man fährt damit fort, bis die Klinge so weit erkaltet ist, daß man sie in die Hand nehmen kann. Kein Theil der Arbeit vermehrt die Güte der Klinge in einem solchen Grade, wie das Kalthämmern; es drängt die Massentheilchen des Metalls dichter zusammen und gibt ihnen eine große Geschlossenheit.

 Das Feilen

Es ist ein fehlerhaftes Verfahren, das Rasirmesser anzulassen, um es zu befeilen, und man hat dabei keinen weiteren Vortheil, als daß man sich Feilen erspart; dagegen aber den großen Nachtheil, den Nutzen des Kalthämmerns wiederum ganz aufzuheben. Wir geben demnach den Rath, jedesmal die Klingen kalt zu feilen, wenn man Instrumente erster Qualität herstellen will, denn es ist sehr schwer, ihnen die Eigenschaft wieder zu geben, welche sie durchs Anlassen verloren haben.

Der Rücken wird gewöhnlich rund gefeilt, alsdann kommt man zur Schneide und und zur Spitze. Der bauchige oder der schneidende Theil muß von der Spitze bis zum Druck sehr regelmäßig sein. Alles dieses bietet keine Schwierigkeit dar, und wir glauben bei diesen Einzelheiten, die jedem Messerschmiede bekannt sind, nicht länger verweilen zu müssen.

Ein Rasirmesser hat gewöhnlich vom Einschnitte des Drucks bis zur Spitze 3 Zoll (7,62 cm) Länge. Seine Breite ist verschieden, aber es ist bei den Messerschmieden ein angenommener Satz, daß die Breite des Rückens den vierten oder oder höchstens den dritten Theil dessen Breite betragen müsse. Die Engländer und die Spanier fertigen sehr breite Rasirmesser; in Frankreich sind die Klingen nicht über 12 Linien (8/8 Zoll) breit und selten unter 7 Linien (zwischen 4/8 und 5/8 Zoll).

Die meisten Arbeiter bohren die Klinge erst, wenn sie gehärtet ist, um nicht ihre Beschäftigung verändern zu müssen. Damit ist offenbar der schlimme Uebelstand verbunden, daß man Gefahr läuft, die Klinge während des Durchbohrens zu zerbrechen, und daß man sie anderen Theils wegen der Härte des Metalls nicht mit dem Bohrer behandeln kann. Ja, man ist sogar fast immer genöthigt, das Ende des Drucks, welches aus feinem Stahl besteht, rothglühend zu machen. Ist dieses geschehen, so legt man unter die zu durchbohrende Stelle einen kleinen, schon durchgebohrten Stahlblock und gerade über diesen Block setzt man den Durchschlag, auf welchen man einen senkrechten Schlag giebt und somit das Durchbohren bewirkt.

Das Schärfen des Rasirmessers

Das Rasirmesser dient zum Abnehmen des Bartes, und es gehört große Aufmerksamkeit dazu, es so herzustellen, daß das Abnehmen des Bartes gut damit bewerkstelligt werden kann. Es muß eine Regelmäßige Schneide haben, die in ihrer ganzen Länge einen kleinen hervortretenden Bogen bildet; die Spitze muß abgerundet sein; die Schragfläche des Rückens muß scharf und ganz gerade geschliffen sein, und von dem Rücken der Schragfläche bis zur Schneide muß die Klinge hohl geschliffen sein, damit die Schneide so dünn werde, daß sie sich biegt, wenn man sie auf den Fingernagel drückt, und zwar wenigstens in der Ausdehnung einer guten Linie (2,1 mm).

In Deutschland bildet man Rasirmesserschneiden, welche sich auf dem Nagel in einer Ausdehnung von drei Linien (6,3 mm) biegen, dergestalt, daß sie beim Rasieren einen Klang von sich geben. Es wird indessen das Rasiren dadurch um nichts erleichtert, und wenn sich die Schneide nur um eine Linie auf die Seite biegen läßt, so ist dieses schon ausreichend. Von der äußersten Feinheit des Randes hängt das gute Rasieren ab, nicht aber von dem starken Hohlschliff des hinter der Schneide liegendes Theiles, so daß die Schneide sich drei Linien lang umlegen läßt. Angenommen aber, jemand wünsche sich solche Schneide, so will ich weiter unten das Verfahren, sie zu bilden, angeben.
Man muß verschiedene Schleiffsteine haben, um die Rasirmesser gut zu schärfen, weil das Hohlschleifen derselben unentbehrlich ist.

Nun ist man mit einem einzigen Schleiffsteine nicht im Stande, eine breite Klinge so gut hohl zu schleifen, wie eine schmale; während die breite Klinge zu hohl geschliffen würde, dürfte es die schmale zu wenig werden. Deshalb ist zu einer Rasiermesserklinge von 1 Zoll Breite ein Schleiffstein von 9 Zoll Höhe erforderlich, und man hat für ein Rasirmesser von 6 Linien Breite einen Schleifstein von 4 Zoll Höhe nöthig. Nach diesen beiden Beispielen kann man alle andern Höhen beurtheilen. Es kann übrigens zu zwei Rasirmessern von gleicher Breite ein Schleifstein von verschiedener Höhe nöthig sein, weil die Stärke des Rückens oft verschieden ist. Ist der Rücken um 1 Linie dicker, so muß man schon einen Schleifstein wählen, welcher um einen halben Zoll niedriger ist.

Um einen Rasirmesser so zu schärfen, wie es in Deutschland gewöhnlich ist, muß es zuerst so geschliffen werden, wie es die französischen Messerschmiede zu schleifen pflegen; nämlich ein Rasirmesser von 1 Zoll Breite wird auf einem Schleifsteine von 9 Zoll Höhe geschliffen und wenn die Schneide desselben gehörig vollendet ist, schleift man es auf einem andern von 6 Zoll Höhe hohl, ohne jedoch im Geringsten die schon vollendete Schneide zu berühren. Diesen Schleifstein vertauscht man endlich mit einem andern von 4 Zoll Höhe und schleift es so weit hohl, als man will, jedoch immer mit der Rücksicht, daß man sich der auf dem ersten Schleifsteine gebildeten Schneide nicht weiter, als bis eine halbe Linie nähert, denn man würde sonst die ganze Arbeit verderben.

Die Zusammensetzung

Die Zusammensetzung eines Rasirmessers ist höchst einfach, weil es nur aus drei verschiedenen Stücken besteht, nämlich aus der Klinge, dem Heft und den Nieten. Letztere sind gewöhnlich mit einer Rosette verziert.

Sobald man die Rosetten ausgeschnitten hat, bohrt man die beiden Löcher in den Heft; hierauf nimmt man ein Stückchen Eisendraht, bildet an dem einen Ende desselben einen Kopf und schiebt an denselben eine Rosette. Wäre die Rosette convex oder mit einem Prägstempel geformt, so würde man eine kleinere darunter legen, so daß sie zwischen den Heft und der eigentlichen Rosette zu sitzen kommt, um zu verhüten, daß letztere zerdrückt werde. Man schlägt hierauf den so gebildeten Niet durch den Heft und den Druck der Klinge, sodann setzt man abermals eine oder zwei Rosetten auf, schneidet ab und nietet um. Dasselbe Verfahren wiederholt sich mit denselben Umständen am untern Ende des Heftes. Endlich zieht man das Rasirmesser ab, um es in den Zustand zu versetzen, daß man damit rasiren kann.

“Die Kunst des Messerschmiedes”
oder
gründliche Anweisung, alle Arten schneidende Instrumente, den heutigen Anforderungen entsprechend, zu
schmieden, zu schleifen, abzuziehen, zu polieren und mit den einfachsten, wie mit den elegantesten Schalen, Heften
oder Griffen zu versehen, nebst nützlichen Notizen über die Erzeugung der verschiedenen Stahlsorten und
Stahllegirungen, so wie über die Behandlung derselben im Feuer und beim Härten, und endlich über die Darstellung
der feinsten Polierpulver;
aus längjähriger praktischer Anschauung geschöpft von M.H. Landrin, Civilingeneur und Mitglied mehrerer gelehrten
Gesellschaften.
Frei aus französischen übersetzt von Dr. H. Leng und nach dessen Tode beendet und herausgegeben von Dr. H.
Schmidt.
Mit 9 Steindrucktafeln,
Weimar, 1836.
Facsimile Th. Schäfer-Verlag, Hannover 2000, ISBN:3887464133
Auszug “Vom Rasirmesser” - Zweites Buch, Erster Theil, Erster Abschnitt, Fünfter Artikel, Seiten 298-300.

Die Kunst des rasierens

Hier mal ein neuer Beitrag über die Kunst der Messerrasur.

The Art of Straight Razor ShavingThe Art of the Straight Razor Shave
A Basic Guide
by
Christopher Moss
Copyright © 2005 Christopher Moss. A! rights reserved.
Table of Contents
Chapter 1: Why Bother?
Chapter 2: The Razor
Chapter 3: Honing, Stropping and Care of your razor
Chapter 4: The Preparation
Chapter 5: The Badger Brush, Hard Soaps and Creams
Chapter 6: The Shave
Chapter 7: Aftermath
Appendix: Useful web links
Disclaimer
Used sensibly and carefully, a straight razor is an excellent means of shaving.
Without due care and attention, it is possible to injure yourself, just as with any
sharp edged object. If you try out the shaving method described herein, be
aware that I make no guarantee, implied or otherwise, that you won’t manage
to cut yourself. You will. But you will learn and become proficient, and then
you will only rarely nick yourself. Never leave a straight razor where small children,
or even unsuspecting adults, might come across it and pick it up. Use your
common sense!
Chapter 1
Why Bother?
Unless you want to sport a full set beard, some degree of shaving is necessary
for every man (let us avoid the niceties of female facial hair). Archeologists tell
us of strange and cruel practices performed by our forebears involving carefully
knapped flints, obsidian knives and even sea shells. Plucking hairs out singly
must have required a dedication that I cannot imagine, even if I wished to do
so. With the discovery of metal ores and the gradually discovered ability to
mine, smelt and fashion metals, we see the development of the modern razor,
which continues today. For a period of over a hundred years, this meant a
straight razor, also known as a ‘cut throať or open razor. This was fine-tuned
Seven Day boxed set of Thiers Issard Razors
into a tool that excelled at its job, and was available in thousands of models.
From the heavy and rather crude wedge blades to half-hollow and fully hollow
ground blades it evolved into an ever more efficient tool for hair removal. At
one time it was the mark of a gentleman to be shaved by someone else, and
even the poorest went to a barber for a shave once or twice a week - certainly
once for church on a Sunday. By the end of this period though, most men had
their own razor and were instructed by their fathers in its use. But times were
about to change at the end of the nineteenth century.
The invention of the safety razor by King Gillette in 1904 marked a turning
point after which it was the declared objective to make profit first rather than
serve the needs of the shaver first. Gillette’s brilliant idea was to make
something (I don’t think he would have minded what, but landed on the idea
of a shaving system) that was universally required, and had a limited lifespan, so
the consumer would have to keep on buying. Large companies - really just two
giants today - work feverishly to sell us new and improved razors and blades for
them. Whilst Gillette’s original double edged razor blade and the razor to hold
it were good at their job, recent times have seen them all but replaced entirely
by more expensive cartridge razors sporting one, two, three or even four
blades. The shaving soap and brush have been replaced for most men with
foams and gels in aerosol cans that contain various chemicals. Some even use
menthol to half-numb the face so that the user will not feel the discomfort of
these less than perfect systems. Shaving has become a chore that it is said that
most men hate, and avoid when they can. The electric shaver, first invented by
Jacob Schick, has become widespread, even though it does a relatively poor job
of work. It is convenient, and somehow seems more modern. Why then, are
you reading this?
There has been a resurgence of respect for older methods of doing many things
in the last thirty years. To some extent we are disillusioned with modern
technologies, and are sometimes fearful of them. There is a sense that
uncontrolled development may lead us to unknown or unwanted ends. This
certainly motivates some straight razor shavers. Others are concerned with the
wastage of throw-away cartridges for their razors, or indeed, with throw-away
razors. A concern for the environment might lead one to feel uneasy about
choking landfills with excess plastic. Men like tools, by and large, and it is hard
to have a sense of pride in a plastic razor that must be discarded after a few
uses. It is true that modern razors are quick to use, and require a minimum of
skill and care to use. There’s no pride to be had in that; how much better to
have to carefully learn a skill and be able to apply it on a daily basis - now there
is satisfaction instead of resentment. The sheer expense is a source of
annoyance for all users of modern razors. There is the question of the quality
of the end product - just how good a shave are you getting from your electric
shaver or disposable multi-bladed monstrosity? Do you get razor burn?
Ingrowing hairs, or the infamous ‘razor bumps’? Dragging a three bladed razor
over your face is not exactly good for your skin. What if you could get a really
good shave from a single blade? What if most users were to find it improved
their skin and reduced the number of blemishes and pimples they had? Finally,
it is commonplace to say we have no time, and that we are in a tearing hurry. Is
there any time more rushed than the few precious minutes between waking up
and leaving for work? What if we were forced to take our time over a morning
ritual that allowed time to pause, to concentrate on something else, and to give
ourselves a real treat? Best of all, it allows us to use all the paraphernalia of a
real shave, including the strange pleasure of being able to sharpen an edge to a
degree that would make a surgical scalpel blush, and experiment with
deliciously scented shaving soaps and creams, and take pride in doing a difficult
job really, really well. No wonder there is a growing interest in what is now
known as ‘wetshaving’ as opposed to the dry sort conducted with one of the
miniaturised electric lawnmowers descended from Schick’s first enormous
contraption. And of all wetshaving methods, the pride of place is given to the
man who shaves with a straight razor.
There is an unquestionable romance to using an open blade for a tricky job. It
looks dangerous, but with a reasonable amount of care and attention it can be
tamed into a thing of beauty, offering little risk to the user. Frankly, iťs not that
hard either, but leťs not take away all the mystique: pretend it is very difficult
and everyone will think you are terribly brave and clever. Can’t be bad! Truth to
tell, iťs not for everyone, as some men will prefer to simply do the job as
quickly as they can, not caring about a perfect shave, or they will not be
prepared to put in the necessary time and patience to learn to do it right. If
you are the kind of guy who likes to work with your hands, to make things,
who isn’t afraid to change his own oil or a tire, who likes fountain pens over
ballpoints, vinyl over compact disks, tubes over transistors, who likes his film
cameras and enjoys the smell of developer and fixer, who thinks muzzleloaders
are way cooler than assault rifles, then it might just be the thing for you. You
won’t know till you give it a try. If you are tempted, be prepared to spend
several months getting the hang of it, and depending on your skills probably
longer still until you have honing down pat. Having advice on tap, and the
support of a community of users is almost essential to keeping going through
the rough patches. With internet access, there are many such helpers ready and
able to advise you when you get stuck. Here I have to insert a plug for the best
straight razor resource on the web, which is a Yahoo! group called
Straightrazorplace. The first thing you should do after reading this is to go and
join this group, and don’t be afraid to ask questions as beginners are welcome.
The group was founded by a gentleman named Lynn Abrams, who has done
more than anyone to bring back the straight razor way of shaving. Other
groups have split off from this as the word has spread, and others still are
concerned with wetshaving in general, or with the associated soaps and creams.
I’ll list some useful links at the end. All in all, even if you never meet another
straight razor user in person, you will be part of an online community that has
some really nice people in it.
Chapter 2
The Razor
In order to be able to talk about straight razors, we have to agree on some
terminology for the various parts of their anatomy. In the photo below these
parts are named. This is a basic razor, similar to most that you will find, except
for the blade, which is made of damascus steel
The blade will usually be made of carbon steel, but sometimes you will come
across stainless steel blades. Most users would agree that the carbon steel is
easier to hone, achieves a sharper edge and is more prone to rust. Stainless
steel is harder to hone, and generally doesn’t ever get quite so sharp, and is less
prone to rusting - it still can and needs the same care to avoid this. Rarely,
razors like the one in the photo are made with true damascus steel blades, but
these are not for the beginner since the extreme hardness of this steel makes
honing a challenge, and they are also very expensive. The handle, or scales,
might be made of plastic, wood, celluloid, bone, horn, ivory (old razors only),
steel, or even mother of pearl. This is where razor manufacturers could go to
town, producing ever more beautiful scales to attract customers. For now, we
will leave these matters to collectors, as the quality of the blade has to be the
first consideration for a user, and especially so for a new user. As well as the
kind of steel, a razor will have its blade described by width from spine to edge,
and this is traditionally expressed in eighths of an inch. The commonest size is
5/8” though some will prefer a bigger broader blade up to 7/8” or rarely 8/8”.
Narrower blades of 4/8” are easily found, and a few even smaller than this. A
broader blade will allow more lather to accumulate on the blade before you
have to pause and rinse or wipe it off, but will be less nimble at getting into
awkward spots such as under your nose. Some men find the heavier blades to
be better shavers as they encourage the shaver to allow the weight of the blade
to do the work - more on this later.
The point of the
blade can be shaped
in several styles, the
commonest being the
round point and the
squa r e point (or
‘spike’), but there are
a l so ha l f - round,
oblique, notched and
French points. The
sharp corner on the
square point razor is
useful for exact work,
say, around the edge
of a moustache, but it
is also easy to cut
yourself with, so most beginners will want a round point as this is more
forgiving.
Perhaps the most important part of the blade is its grind. This refers to how
much hollowing there is in the side of the blade. The first straight razors were
simply wedges of steel hammered thin at one side to make sharpening possible.
The thickness of the spine would allow the razor, when resting on a hone, to be
sharpened at exactly the right angle. You will easily see that if a blade has a
triangular cross-section, then there is quite a lot of metal to be removed in
honing, as a layer of steel needs to be taken off all the way from the edge to the
spine. Such a razor will be hard to sharpen, but once sharp it will hold its edge
for a long time. It will also be heavy, and collectors refer to these wedges,
especially in 7/8” or 8/8” size as ‘meat cleavers’ - but they are often great shavers
and quite unlikely to cleave anything important! I said earlier that the straight
razor evolved, and it is mostly in the matter of hollow-grinding that I meant
this. Using grinding wheels it was found to be possible to scoop out the side of
the blade, and with the proper steel, the right abrasive wheel and a skilled
operator the blade can be ground away to a thinness that is quite astounding.
The relative amount of hollow grinding can described by a rather confusing
system of fourths, where 4/4 means a fully hollowed razor, but it is easier if we
call them by descriptive names. So a wedge refers to a razor with either none or
only a very slight hollowing, a full hollow has the most metal removed, and you
can probably guess what a half hollow might be. The beauty of this idea is that
the spine and edge are the only parts of the blade to contact the hone when
the blade is laid upon it. This controls the angle of the tapering metal that will
form the edge, but means that no great amount of metal need be removed
from the side of the blade as with a wedge. As the edge is gradually worn away
by repeated honing, so is the spine, thus maintaining the geometry of the
honing angle. Some full hollow razors will ‘sing’ - they ring like a bell when the
edge is gently plucked (very nice, but the plucking isn’t good for the edge!)
Practically all modern straight razors, and a large majority of those made over
the last 130 years are fully hollowed. This makes them lighter, quicker to
sharpen, and allows a very sharp edge to be put upon them. But there are
disadvantages too. They are more easily damaged by both a knock and by the
little pits of corrosion that will happen if a razor is not dried well after use.
They do not keep their ultra sharp edge as long as a thicker blade, and being
thinner are more prone to distortion as they travel over your face. My own
preference is for the half-hollow, which is a compromise between these
attributes. The main reason why I like them is that I find them the most
comfortable razors to shave with, which I believe to be a result of the thicker
blade distorting less.
So how does a beginner choose his first razor? This is plainly of the utmost
importance, as you will either persevere and learn the art or give up depending
on the quality of your experiences with your first straight razor. You certainly
shouldn’t do as I did, and buy a brand new razor - and a stainless steel one at
that! I don’t claim to have tamed that beast by my superior powers - I gave up
on it pretty quickly and did the smart thing. I bought an old razor from an
experienced straight razor user on Straightrazorplace. If you want to start with
a real razor, this is definitely the way to do it (yes, there is an alternative, but
just wait a minute). You will not get a pretty razor this way, though you may
think it so since iťs yours! What you will get is one that has been honed for
you, and this is most important. Learning the straight razor shave may take
from a few weeks to a few months before you feel confident and can do a
reliably quick and close shave, but learning to hone is harder still. Straight
razors are still being manufactured, but are not ready to shave with as they
leave the factory, whatever the packaging may say! Trying to shave with a blunt
razor is simply torture, and you won’t want to come back for more. If your
razor has been sharpened by someone who has the knack of it, you won’t have
this worry, and you will have a benchmark to compare with as you try to hone
another razor on your own. The only way to buy a new razor, and avoid this
problem is to buy it from Classic Shaving (see appendix for the website) and
have them send it via their sharpening service (consisting of the
aforementioned Mr Abrams). You’ll have no worries at all if you do that. Once
you know how to hone, you can start looking for razors in antique shops, flea
markets, garage sales, and like everything else, on eBay. Iťs rather hard to avoid
acquiring rather too many of them, and this will lead your loved ones to
question your sanity, but by this time you won’t care anyway. I know.
I mentioned an alternative to a ‘reaľ razor, and this will be a good way to learn
for some. If you have ever had a barber shave the back of your neck at the end
of a haircut, he was probably using a Shavette, which is made by Dovo, one of
the two main straight razor manufacturers still in production. This is a rather
lightweight and flimsy version of a straight razor that takes one half of a
snapped double-edged razor blade and mounts it where the sharpened edge
would be in a normal straight. Dovo isn’t the only company making these,
another is from a Spanish firm, Filarmonica, that used to make straight razors
and still supplies their version of this device to barber supply houses. There is
also a much more expensive disposable blade straight from Japan, the Feather
Razor, that is meant for those who intend to continue using a straight without
the bother of honing and stropping. It uses its own proprietary blades. The
Shavette is easily bought and is quite cheap. Classic Shaving sell them for less
than $30 US. It will let the beginner try his hand at a straight shave with no
worries about sharpness. Once again, there is always a ‘buť - in this case it has
to be said that the Shavette is very light, and a double-edge blade is very sharp.
You will manage to make a few little cuts with it because of this combination,
but if used carefully it can give the flavour of a straight shave for very little
outlay. Some users strongly recommend them for beginners, but I would
suggest that you might as well use the real thing from the start. If you are going
to be a straight shaver you are going to have to learn to hone sooner or later, so
why waste time? Talking of which….
Chapter 3
Honing, Stropping and Caring
for your Straight Razor
Assuming you are going to do as I have advised, and buy a ready-honed razor
you may want to skip this part until after the shaving part, which is the bit you
can’t wait to get into. But if you are an organised kind of guy, and are doing all
the research first, here we go….
The basic principle of honing is that the razor’s blade must be gently laid flat
on a hone, and moved with the edge foremost. It really is that simple. And yet,
it really is that complicated too. Everything else follows from this.
Leťs begin with the hone. The hone that you already have for sharpening your
knives is no good at all here. It will be far too coarse, and it probably isn’t flat.
You will have to buy a hone of some sort, and there are three main ways you
can go. Firstly, a modern wetstone from a woodworking shop, such as that
made by Norton (the 4,000/8,000 combination would be best) or Shapton will
be fairly easily found. These must be well wetted in cold water before use, and
the coarser side is used first, and then the finer. The razor is placed on the
hone holding it on the shank by thumb and forefinger, and slid along the
surface with the sharp edge leading. Because the blade is longer than the width
of the stone, it is necessary either to angle the blade so it fits across the width
of the stone, or draw the blade downwards as it travels along the stone, or
simply move the blade on alternate passes across the stone, so that the heel is
sharpened, and then the point. A wider stone can be bought which avoids this.
Both the spine and the edge must stay in contact with the hone at all times.
On reaching the end of the hone, stop whilst the blade is still on the hone, and
roll the razor over on its spine so that the edge is now facing the other way and
go back in the other direction. One pass in each direction (a ‘round trip’)
counts as one stroke of the hone. The main thing is to maintain even contact
with the surface, with as little pressure as possible being used to do so. The
harder you press, the less sharp your razor. The knack of doing this is what
takes more time to learn than any other part of straight razor shaving.
The second way to go is to use old-fashioned ceramic hones known generically
as ‘barber hones’. These can be found fairly cheaply on eBay, and were once
made in huge numbers and goodness knows how many styles. Generally, they
are less coarse than the Norton wetstones, so cut more slowly and require
more strokes to sharpen your razor. They can be used dry or wetted with water
or even lather. They are usually small, and make even more contortions
necessary to sharpen all the edge of a blade evenly, but they are easy to use and
give excellent results. My favourite one is an American copy of the most
famous of them all - the Swaty, so named after its European manufacturer.
Honing on a Swaty, leading with the edge, and a very light touch!
The third way is not to use a hone at all, but to use a set of microabrasive
sheets that allow you to use ever finer abrasives to achieve the edge you want.
These often have adhesive on the back and can be bought at woodworking
stores. HandAmerican make their ‘Scary Sharp’ system for this purpose, and
this seems like a good way to get all you need in one go. The abrasive papers
need to be replaced after a while, but iťs not a big expense.
Now for the details. How do you know when enough is enough? This is hard
for the beginner, and the usual mistake is to hone too much. You might think
that the more strokes the razor makes on the hone, the sharper it will get.
Well, it is true, but only up to a point. Steel is a ductile metal, and the stroking
of the hone not only abrades some of it, but it also gradually works some of it
out into a thin fin extending beyond the point at which the plane surfaces
should meet at a theoretically infinitessimal edge. If you hone to the point
where this develops, it will bend and fracture very easily, giving a rough edge
known as a ‘wire edge’ and this is overhoning. There isn’t a simple way to know
when you have done enough; the best way is to hone, shave, hone and shave
until it seems as good as it needs to be. Some people pluck a hair from their
head and use it to draw across the edge and see if it catches and is cut, but this
doesn’t translate well into shave-worthiness, as an overhoned edge will pass this
test. The traditional way is to draw the edge of the blade across a wetted
thumbnail. If the edge is blunt there will be little drag as the blade doesn’t sink
into the nail, whereas when sharp there will be some drag. Iťs true as well, that
there is a special feel of the blade on the hone when it is about right - often
described as ‘suction’ it is when the flat strip of metal adjacent to the edge is
smooth enough to be reluctant to lift away from the hone. Iťs quite subtle,
unless you are using the hone with lather, and then is less reliable. An
overhoned edge is said to give a gritty stop-and-start sensation when drawn
across a nail. I find that I can judge fairly well when a blade is ready for a trial
shave by dry shaving some of the hair on the inside of my left forearm. These
hairs, which are less tough than beard hair, should fall down easily when they
meet the razor’s edge, and you are judging by the amount of resistance to the
razor - there should be almost none if the razor is ready to strop and try out on
your face.
If you want to get technical, small microscopes are available to aid in honing. A
hand-held 10x microscope is cheaply available from Radio Shack, but it is hard
to see the wire edge with this, and it can only tell you when you have gone too
far. A battery powered hand held 10-60x is also available from the same source,
but at full magnification the quality is poor. Bench microscopes are expensive
(except for some surprisingly decent USB scopes that connect to your
computer) but still are best for confirming when you have overhoned. There
really is no good way around this, you just have to learn to get the feel of it.
What do you do if you realise you have overhoned? Some advocate backhoning,
where the blade is drawn across the hone with the sharp edge trailing
instead of leading. I find drawing the blade across a small piece of wood like a
matchstick so as to cut a groove across the wood is very good at removing the
fin, and allowing a fresh start on the honing. When a razor is well honed, and
correctly stropped, you may be able to go several months before having to use
the hone again. Each stroke removes a little metal that can’t be put back, so
don’t overdo it! Having said that, iťs still true that a straight razor will shave
two generations or more if cared for properly.
Keep in the very front of your mind as you hone - Go gently, go slowly and
don’t go too far. Good advice for all sorts of situations, but since this isn’t a
self-help book we’ll let that thought go!
Strops, some different abrasive pastes (plain, chrome oxide, diamond, titanium oxide)
After honing, there is the process of stropping. The strop doesn’t sharpen the
edge of the razor at all, but simply aligns the edge keeping the very thin metal
all pointing in the same direction. Hanging strops usually consist of two parts,
one leather and one canvas or linen. The linen is treated with a fine chalk paste
and it does have very mild abrasive properties. The leather may have a dressing
on it, but not usually one that contains any abrasive. Chalk, or white paste and
the plain tallow known as yellow paste are made by Dovo and can be bought
from Classic Shaving. The best way to clean the leather side of the strop is
with a liberal application of the kind of waterless hand cleanser used by
mechanics to get grease off their hands. This should be massaged into the
leather and the surplus wiped off with a paper towel. It will do very well instead
of the yellow paste too. It is usual after honing to ignore the linen side and
strop on the leather. Between shaves however, the linen side is used before
going on to use the leather side. You probably can’t do any harm by overstropping
a razor, as long as your technique is correct. I usually use fifteen
round trips on the linen and fifty round trips on the leather. The actual
mechanics of stropping are just the opposite of honing. Holding the razor by
the shank with your thumb on one side and two or three fingers on the other
side, the blade is laid flat on the strop and drawn along it with the sharp edge
trailing, NOT leading as when honing. Again it is important that only a light
pressure is used, and that the blade stays in contact with the strop both at the
spine and at the edge. If the spine lifts off the strop the edge will be bent over
and spoilt. The strop must be kept taught, or it will assume a curved shape that
will tend to bend the edge out of alignment. A sharp razor will both make a
characteristic rasping sound on the leather when stropped, and there will also
be some drag which you will come to recognise as a sign of sharpness. Again
the razor is rolled over on its spine at the end of a pass to face it in the
opposite direction - to do this the shank is rolled between your thumb and
fingers just like rolling a pencil. There is no great virtue in doing this very fast,
like a barber in a movie, this will tend to mean less control of the razor, and
some risk to your strop and fingers.
Stropping on the linen and leather sides of a hanging strop.
Paddle strops have a leather surface mounted on a wood backing that has a
handle formed at one end. They are sometimes better for travel, and are also
used by some for abrasive pastes. The beginner needs only the hanging strop.
Whilst mentioning abrasive pastes, there are many kinds that can be applied to
a strop dedicated to this purpose - do not put such pastes on your everyday
strop. If you find it hard to get just the edge you want on the hone alone, a
strop with, say, 0.5 micron diamond paste will add the finishing touch before
going on to use your plain strop. This is not for everyday use, just after honing,
or to refresh the edge occasionally between honings. A good general purpose
paste is the diamond paste made by Thiers Issard and sold by Classic Shaving.
You will only need a tiny bit on the strop if you should ever use it. Traditional
pastes include chromium oxide (green), hematite (red) and lamp black (guess!)
Paddle strops (balsa on wood) with hematite, diamond and chrome oxide pastes.
You may by now be realising why it isn’t such a bad idea to start out with a
ready honed razor. There’s lots to learn when it comes to honing and stropping,
and you want to make it easy for yourself to get to the most enjoyable part -
the shave. There will be times when you get frustrated, so be prepared to put
the stubborn razor to one side for a while; the last thing to do is to say to
yourself that you will show that razor who is boss and then mess it up by
pressing too hard or overhoning. Honing can be a surprisingly relaxing,
soothing activity once you know how. Sometimes you will have to resist the
temptation to hone for the sake of it and when you get to this point, start on
the kitchen knives rather than overhone a razor.
Otherwise the care of a straight razor is largely common sense. If one is to be
put away for a while, some light machine oil to prevent rust is a good idea.
Bathrooms are humid places, so keeping the razor in the bathroom may
encourage rust. After shaving it is imperative the razor be rinsed in hot water
(to promote drying) and wiped dry. I hope I need not say to keep them well out
of the reach of small fingers - an inquisitive child could suffer serious injury
from handling a straight razor.
Chapter 4
The Preparation
Did you know that dry hair is tougher to cut than wet? You know how soft and
silky your hair can feel after washing it? Well the same is true on your face, and
the razor can tell the difference. If you have ever had the treat of a barbershop
shave you will know that this begins with hot steamed towels being wrapped
around your face to soften the beard. The combination of heat and water is
what softens the beard, and the water must penetrate into the hair shafts. This
means they must be degreased with soap, and time allowed for the water to
soak in. Now iťs not practical to heat wet towels in the microwave and then
risk burning your face with them, so what are you going to do instead? If you
shower in the morning before shaving then you’re home and dry. Make sure
you wash your face with soap and hot water to take skin oils off the hair so the
water can get into it. The hotter water the better, and you will find that your
face can easily stand water a lot hotter than your hands - try it! DO NOT shave
in the shower. Not only will you waste a lot of water, your wet hands will drop a
razor. You may feel that the loss of the toe it lands on is a small price to pay,
but consider what else may be damaged by the razor as it falls, and worst of all,
you will damage the razor. Don’t do it. We aren’t trying to be super quick here,
we are trying to make a luxurious ritual out of the shave, and hopping out of
the shower with a bleeding toe (or worse) just isn’t dignified. If you choose not
to shower before shaving then you will have to do your preparation at the sink.
It should go something like this. First run a sinkful of water as hot as you can
stand to put your hand into. Also use hot water to fill your mug with soap in it,
or the bowl you use for lathering up shaving cream. Put your brush into the
mug or bowl to heat and soak. Wash your face with your usual soap, and then
rinse numerous times with handfuls of hot water. If you like you can soak a
facecloth in the hot water and wring out the excess. Hold it against your face
so that it heats and moistens the skin. It is said to take four minutes for the
hair to become saturated with water, but even spending two minutes doing this
will help your shave be more comfortable and much closer.
There are some wrinkles that you might use. Some people find an extra
softening effect from rubbing a hair conditioner into the beard and leaving it
to soak in for a minute and then rinsing. This is just like using one on your hair
after washing it. There are some products designed to help the shave that
should be mentioned here. Firstly, shave oils are sold for use at this time, and
are touted as making the shave smoother. This may be true, but there are
concerns that such oils might be damaging to your brush, which is going to
shortly be applying lather on top of this. Secondly, an excellent product,
Trumper’s Skin Food is sometimes suggested as a pre-shave treatment for
sensitive skin. I don’t find it useful to apply to the face before a shave, but do
recommend it highly for afterwards. It can be used, as you will see later, to
enrich the lather from a hard soap.
The main thing to remember about preparing your face for any wetshave, and
especially one as close as a straight razor shave, is that you need lots of very
hot water applied long enough to soften the hair of your beard. Keep this in
mind and you’ll do well.
Chapter 5
The Badger Brush, Hard Soaps and Creams
Now I need to tell you about the brush
you will need to apply either the shaving
soap or cream that you are choosing to
use. For a shaving soap or cream to be used
for shaving, it has to be mixed with water
and air bubbles. The lather that is made
needs to keep the wetted hair moist, to be
stiff enough to make each hair stand up so
the blade can catch it, and finally
lubricating enough to allow the blade to
glide over the skin without scraping off too
many skin cells. Iťs actually quite a lot to
ask, and there is no doubt that using a
good brush will help your chosen soap or
cream achieve all this. By the way, that part
about scraping off skin cells is no joke; one
of the reasons why a straight shave is so
smooth afterwards is because of the (look
out, trendy word coming) exfoliation it
does for you. It lifts and separates (as Playtex says) lots of dead skin cells from
your face. Most straight shavers find they get a lot less pimples and such like
blemishes as a result - all that dross is no longer there to block up your pores.
Shaving brushes come with three sources of hair - badger, boar bristle and
synthetic. The synthetic ones will only concern you if you are a vegan; they
may be ignored otherwise. You may choose a bristle brush for reasons of
economy, until you find out if you like shaving with a straight razor, but it won’t
have the same performance as a real badger brush. Even if you are uncertain
about your skill with a straight razor, using a brush and a proper soap or cream
will allow better than ever shaves with any other wetshaving tool. Iťs hard to
imagine anyone trying this out and not choosing to go on using a brush,
whatever kind of razor they go on with, so I would recommend a badger brush
from the start. The badgers concerned are not the North American badger, or
the European, but are from China. Odd sources of meat are used in Chinese
cuisine, and if a badger is to be skinned and eaten, we may as well not waste
the skin. I am told that they are not endangered. There is no truth to the idea
promulgated by one website that sells brushes that the hair is obtained by
shearing the badger; these badgers will not be growing another coat at all. But
a good quality brush will last for many years of daily use, so iťs not likely you
will threaten the species.
Badger hair is available in three grades, and in ascending order of quality these
are Pure, Best, and Super (also known as silvertip). The hair comes from
different parts of the animals coat, and the better grades hold more water and
tend to be softer against your skin. There is a good deal of one-upmanship in
the world of badger brushes, and bitter arguments over whether one brand of
brush contains true silvertip or not. This need not concern you now: a best or
super brush will suit you well. The next question is how big a brush do you
need? They come in various sizes, and both too small and too big are worth
avoiding. When you think about it, the brush needs to be big enough to work
up enough lather to last through your shave, and you may as well know now
that this involves more than one passage of the razor; you will be re-lathering
and doing it again in different directions. On the other hand, it wastes your
soap or cream to make too much lather and then end up rinsing it down the
sink. Looked at another way, you need a brush big enough to get a proper hold
on with a big wet hand, but not so big you can’t apply lather to your upper lip
without getting it up your nose and in your mouth! If you want specific
recommendations, a good beginners brush might be the Dovo Handmade,
available from Classic Shaving, one of the smaller Saville Row models or a Kent
BK4. Vulfix also make very reasonably priced brushes that are well regarded.
The handle of your brush is the least important part, but occasionally the most
expensive. Simpsons have been known to obtain old pre-ban ivory billiard balls
and turn them into handles. By the way, Simpson brushes are among the most
expensive, even when no billiard balls are harmed in their manufacture, and a
sizeable section of the wetshaving crowd feel that no other brush can be their
equal. At the risk of being assassinated by a brush fanatic, I will say that I don’t
agree. So there.
To use a brush, it must first be soaked in hot water. Filling the mug in which
you keep your shaving soap with hot water and sitting the brush, bristles down,
in this while you prep your face is a good way of doing it. If you use cream with
a bowl for working it into lather, then fill this with hot water and soak the
brush the same way. If you simply like to work up lather on your face then soak
the brush in the sink as you wash and prep your face with hot water. Be warned
that the first few times you wet the brush it will smell like a wet dog! This
delightful scent is soon gone and forgotten, and if you really don’t like it then
wash the brush out with any soap or shampoo a couple of times.
Now what are you going to use the brush upon? There’s no law in the world to
say you can’t shave with a straight razor and use some foam or gel in a can to do
it, but I wouldn’t recommend it. Modern shaving foams and gels are
remarkable substances, but they don’t provide much of either of the two
essentials for a good shave - water and lubrication. Besides this, you would miss
out on one of the special treats of traditional shaving. If you are beginning to
feel a bit uncomfortable with the notion of using, God forbid, scented products,
relax! For hundreds of years there have been scented shaving soaps and creams,
and lots of hairy chested real men have used them. Iťs going to be your loss if
you skip this part, so stick with me. I promise you’ll like it.
Hard Soap in an oversized cup - more useful than a wooden bowl.
Leťs assume you are using a hard soap first. This might be a cheap drugstore
soap like Williams Mug Soap (yummy lemon verbena scent), a glycerine-based
soap like Colonel Conk’s Bay Rum, or a traditional shaving soap from one of
the elite British firms like Trumper’s, Truefitt & Hill, or Taylors. Crabtree &
Evelyn do a nice sandalwood soap too. My own all-time favourite hard soap is
Trumper’s Sandalwood. Back to business - drain the water from your mug, and
drain the brush until it stops dripping. You might find with experience that you
need to make one or two gentle flicks of the brush to remove excess water at
this point. Then start working the brush with a circular motion on the surface
of the soap. Some lather with big bubbles in it will soon form. Keep going and
as the brush works more air into the lather and breaks up the bubbles you will
find that there are smaller and finer bubbles in it. The idea is to keep going
until the bubbles are small enough that the lather is a little stiff, and forms
peaks that can stand up as you withdraw the brush. If it seems to go too thick
and sticky, you haven’t got enough water in the mix, so gather up a few drops
on your fingers from the sink and drip them into the lather and rework. Each
kind of soap has a certain amount of water that can be worked into the lather
before it goes runny, at which point it is no good to us. I find that having hot
water in the mug prior to working with the brush allows the surface of the soap
to soften a little and it becomes easy to make rich lather. If you are using a
glycerine soap you may find you have to limit the exposure of the cake of soap
to the hot water, as it will melt away very quickly with too much heat and
water. One really neat trick is to put a couple of drops of glycerine from a
drugstore, or a couple of drops of Trumper’s Skin Food onto the soap before
using the brush. Either will enrich the lather and increase lubrication. With
practice you will soon come to know what works best for you. The lather
should be slightly shiny, but not really glistening as it goes on your face. It
should be thick enough that you can’t see the skin through it, but need not be
thicker than this. But before we get into applying it, leťs get the cream users to
catch up with us.
Shaving creams for application with a brush are the Rolls Royces of the shaving
world. They offer great lubrication and lots of moisturising benefits along with
some intoxicating scents. They cost more than hard soaps, but make a great
treat even if you don’t see yourself using one daily. They began to be made over
one hundred years ago by the top gentlemen’s barbers in London, and have
been a success ever since. Usually they come in either a tub or a tube, and a dab
about the size of an almond is enough to make all the lather you will need for a
great shave. The three T’s (Trumper’s, Taylor’s and Truefitt & Hill) make good
examples, as do Coates, and Salter. The shaving cream made by Crabtree &
Evelyn isn’t quite up to the same standard, but might be available locally. There
are also some creams that
come from other shaving
traditions, such as Proraso
from Italy, Musgo Real
from Portugal and Tabac
from Germany. You might
e v en f ind a tube of
Palmolive cream in the
drugstore, but you owe it
to yourself to try at least
one top notch cream. I
would be hard pressed to
choos e be twe e n
Trumper’s Sandalwood, Trumper’s Violet and Taylor’s Rose as my favourite.The
lather needs to be worked up with a brush, just as with a hard soap. This can be
done on the palm of your hand, but a lot of lather will fall off this way. Using a
bowl will also have the advantage of letting you make warm lather. So, leťs
assume you have had a small bowl or a latte cup filled with piping hot water as
you prepped your face. This is emptied and the brush drained exactly as
described for a hard soap. Then you scoop up some cream from the tub, or
squirt it from the tube until you have the amount above - the size of an
almond. Err on the generous side until you know what you are about here.
Wipe this onto the tip of your wet brush and put the lid back on the tub or
tube. Then work the brush with a circular motion again around the bowl or
cup until you make a satisfactory fine-bubbled lather. Again, you can add a few
drops of water as you go along. You should know that a good cream can hold a
great deal of water before becoming runny, and, most important, the maximum
amount of water is not the best amount. You can get the lather to hold more
water than is good for you and your shave. Stop adding water as soon as you
think there is enough lather to use. You can always add more later if you need,
but once you have made lather that will be too thin to protect your face as you
shave you can’t do much except start again. If you find by the time you get to
be scraping off the last of the lather on each pass of the razor that it is drying
out, this is a sure sign you need to add more water to it. If this happens, don’t
hesitate to apply more lather on top with your brush. There’s nothing as bad as
trying to shave with dried out lather, unless you try to shave with a potato
peeler.
However you made your lather, now iťs time to apply it. Use the brush with
gentle circular motions on your face to both apply and work the lather into
your beard. This both feels nice, and smells nice! Furthermore, iťs helping to
get the lather to soften the beard hairs as much as possible, and working the
lather under them to make them stand up so the razor can get at them. Once
the lather is distributed all over your face, use a few painting strokes, and twist
the brush as you make them, to deposit a thick enough layer so that you can no
longer see any skin through the lather. You don’t need to use all the lather in
the brush, nor all that in the mug or bowl - you will need some for subsequent
passes of the razor.
Ok, you’ve got this far. Iťs time for the moment of truth.
Chapter 6
The Shave
This is the biggest thrill, that still gives me a little shiver after all this time - the
moment when you put the blade to the skin and get to work. I think
everybody must do this with trepidation at first, but it is easier than you think.
But before we do that, I’m going to give you a momenťs reprieve. Before you
ever get near a straight razor, or any other kind of razor, you should know how
the hair grows on your face. There are differences between one guy and the
next here, so study your own face. Try rubbing your hand over the beard when
you need to shave. Which way does the hair grow? - check which way the
greatest ‘stubbliness’ is felt. Usually, this will be downwards on the cheeks, and
sideways on the neck, but there may be patches of beard that grow out
horizontally along the jawline, and even upwards on the neck. Find out for
yourself what happens on your face and neck, otherwise what I say will make
little sense to you.
Done it? Good. The reason why you just went through that exercise is so that
you can shave the hair properly. Some people are happy to shave with the grain
of the hair growth only. This kind of shave will look OK, but feel stubbly. By
the middle of the day it won’t look that great, but you might just be happy with
that. The next step up is to shave one pass with the grain, and then one across
it (after re-lathering, that is). This will look good, and feel good to the
examining hand. It is safe to rub your cheek against that of the woman in your
life after two passes. There will be stubble by evening, but it will still look
decent. The truly obsessional shaver will want to do three passes, with the
grain, across it, and a third against it. This will leave a glassy smooth skin that
has no stubble even when you rub in any direction, will look fine by evening
and will still feel decent to an examining hand in the evening. Now there is a
trade off between closeness and comfort. Not all skins will tolerate three
passes (remember all those skin cells being scraped off?) To get the closest
shave, you need a well-sharpened razor, a well-wetted beard, a lubricating
lather, well-applied, and a gentle touch with the razor. Given all of these, which
you can achieve with practice, I don’t believe there are too many men who
can’t enjoy the ultimate shave. By the way, if you try this protocol with a
multiblade cartridge razor, you can expect trouble. If you remember those
advertisements showing one blade lifting the hair and the next cutting it, so
that you are cutting the hairs off below skin level, you will realise that this can
lead to ingrown hairs, that is, hairs that make a wrong turn trying to grow up
to the skin again. These kind of ‘razor bumps’ are like pimples that don’t want
to go away, as the hair coils up under the skin. Scarring is the end result. Stick
to a single blade and you will be much less likely to see any of these.
Back to the shave - hold the razor with your dominant hand. Put your thumb
on the underside of the shank, your index, middle and ring fingers on top of it,
and your little finger on the tang, so that the scales stick up between the ring
and little fingers. Before the blade touches the skin, leťs clear up a couple of
things. The optimum angle between blade and skin is about 30º - too little will
pull on the hairs without cutting them, and too much will encourage the blade
to dig in. The other thing is that the blade is safer when kept moving it is sharp
enough that if the edge is left on your skin in one spot, and the angle is too
steep or the pressure used too great, it will sink in. This is counter-productive,
to say the least. So don’t be afraid to move the blade on your face, but do be
sure to move it in a direction at right angles to the edge, NEVER sideways, or
parallel to the edge of the blade. You will cut yourself this way. We will change
hands for the other side of the face. The easiest way to begin is to lay the razor
flat on your cheek and then lift the spine slightly and straight away start
moving down the cheek to shave the first pass. Use very little pressure. Be sure
to use the fingers of your other hand to stretch the skin - this gives a smooth
surface for the razor to glide over and reduces the chance of a cut, closens the
shave and makes it more comfortable too. I remember the tremor in my hand
the first time I did this, but I knew it could be done, and indeed was done by
every non-bearded man in the world at one time. These photos are all taken in
the mirror, so they resemble what you will see:

After completing the first pass, you should put the razor down and rinse the
face with hot water from the sink. Then re-lather just as you did for the first
pass. The second, across the grain pass, requires a little more care, and you will
know if your razor isn’t sharp enough at this point; it will pull if it isn’t.
Assuming it is, proceed with the second pass. Try to lead with the point a little
- if the razor is slightly oblique to the direction of travel each hair will meet the
blade at an angle which allows it to slide to the side a tiny bit, and thus the
blade cuts it more easily as it slides along the edge in a tiny slicing action. If the
razor seems to catch, don’t keep on pushing it through, but lower the spine a
little closer to the skin and then proceed. Here is the sequence for going
across the direction of hair growth on my face:

Notice how I am going upwards on the sides of my neck; this is because the
hair grows laterally here, so this is actually across the grain. Where the hair
grows downwards under the chin, the razor is moved across it.
Once again, put down the razor and rinse and re-lather. The final pass requires
a very light touch, and you must be aware of what the edge is doing at all times.
Don’t daydream, or you will be cut. Remember to drop the spine if it seems to
be catching; never push on through. Again lead with the point - the pictures
show what I mean by this. The trickiest part of the face is under the chin, and
with most of the hair gone in the first two passes this part should be easy on
the third. I will be going against the direction of hair growth in these pictures,
so the razor travels sideways towards the midline on my neck, upwards under
the chin and on the face itself. On the upper lip I don’t go directly against the
grain, but obliquely upwards. Here it is:

Notice the oblique upwards stroke
on the upper lip.
There are bound to be a few tiny nicks after your first shave this way, so after
the third pass put down the razor and splash very cold water onto your face to
rinse off the remaining lather. The cold water will constrict blood vessels, and
halt most tiny nicks from bleeding. A styptic pencil should be at hand for
touching on those that aren’t stopped. This stings for a moment but works
well. You will very rarely need it at all once you have the hang of it! Then pat
your face dry with a towel.
Rinse out your brush in cold water, and squeeze it to get most of the water out.
Flick it vigorously to get out the rest. Either hang the brush up in a stand, or
simply stand it upright if you have faith in your science lessons and understand
that capillary action will keep the water remaining from sinking down into the
knot of the brush. Rinse the razor under the hot tap being very careful to
avoid touching the edge against the tap or the sink. A ding of this kind is a
major repair on a straight razor and you aren’t ready to undertake that just yet!
It doesn’t matter too much whether you strop the razor now, or just before the
next shave.
You did it! Hopefully you are still in one piece and not too weak at the knees.
Next, we have to finish up with some soothing balm to ensure your skin
forgives you for dragging a razor over it.
Chapter 7
The Aftermath
As stated above, shaving removes dead skin cells, and up to a point this is a
good thing. The lower layers of skin cells might be a little tender when first
exposed, and iťs true too that having lots of soap on your face will tend to
remove oils from the skin, making it dry. The last thing you need in this
situation is a good splash of an alcohol-based aftershave; not only will it hurt,
but it will also tend to dry the skin further. If you are going to go on having this
kind of fun with a straight razor we have to make sure your face is up to it. So
what do you do?
There are no end of products available to be used after shaving that are
supposed to be moisturising and soothing and so on. As with shaving gels,
some contain a hefty slug of menthol to ‘combat razor burn’ - presumably the
peculiar sensation of menthol on raw skin is supposed to distract you from the
burn. A good shaver will not get razor burn, because he knows his blade is
sharp, he uses it gently, and does not over-shave any area of the face. Burn is
something you will leave behind when you know what you are doing.
Nonetheless, you do need something to moisturise and seal the skin. My first
and best recommendation
is Trumper’s Skin Food.
Thi s i s a mixtur e of
glycerine and rosewater,
with a little gum (and yes,
even this has a tiny bit of
menthol in it, but not
enough to notice) so that
a small amount rubbed
into the face will soon set
on the surface. If you use
too much you will look
shiny. The glycerine is very
kind to the skin, and the
rosewater is said to have some anti-inflammatory action, though I can’t testify
to that. Many folks who get seborrhoea (dry red skin across the nose and onto
the cheeks), find that glycerine and rosewater works very nicely for suppressing
it, so perhaps iťs true. It comes in two scents - Limes and Coral (which is rose).
The latter is by far the better scent to my nose. Once this has dried some
people will put a moisturiser on top, but I don’t find it necessary. Another
product worth mentioning here is Taylor’s After Shave Gel - the sandalwood is
gorgeous. This is a sticky gel that again is used in a small amount to seal the
skin. It is less moisturising than the glycerine-based Skin Food, but makes a
nice change. The scent of the Skin Food fades within a minute or two, and you
will be left mostly with the scent of the shaving soap or cream on your face.
You may want to use a cologne, after shave or eau de toilette now if you fancy
smelling good today. A little dab should be put, not on the just shaved skin, but
below the ears, and at the bottom of the front of the neck. There are
traditional scents to explore here too, and there are far too many choices to
have any rational discussion here. You should look out and sniff some
sandalwood, some bay rum and others until you find what you like. If you do
want suggestions, send for samples of Trumper’s Sandalwood, Eucris and
Spanish Leather, along with Taylor’s Sandalwood and Pecksniff’s Oriental
Woody. This is a personal thing, and you may not like my choices at all, but
thaťs fine; you are trying to please yourself and those around you.
Now you can go on with
the day, with that special
confidence that comes
from knowing you are
well shaven, with smooth
healthy skin and a great
s cent . You wi l l f ind
yourself stroking your
cheeks with wonder at
how smooth they are -
though don’t ask total
strangers to feel too; it
isn’t always appreciated for the generous gesture you mean it to be. If you
persevere with the straight razor, you will find that you become quite quick
and deft with it, and no doubt will start acquiring others and have all the fun of
trying out different kinds. Some of the best might be old razors that aren’t
much to look at, but shave beautifully. Collecting these, and associated items
like shaving mugs and brushes can be fun quite apart from the shaving aspect.
So there you have it - the basic straight razor shave. If you’ve read this far, I
know you’re interested - so go and get to work!
Appendix
Vendors
Classic Shaving: http://www.classicshaving.com/
QED USA: http://www.qedusa.com/
The Gentleman’s Shop: http://www.gentlemans-shop.com/
Trumper’s: http://www.trumpers.com/index.cfm
Taylors of Old Bond Street: http://www.taylorbondst.co.uk/
Knifecenter: http://www.shavingsupplies.com/
HandAmerican: http://handamerican.com/
Community
StraightRazorplace: http://health.groups.yahoo.com/group/straightrazorplace/
ShaveMy Face: http://www.shavemyface.com/
WetShavers: http://msnusers.com/TheWetshavers/
Straightrazorworld: http://www.straightrazorworld.com
Credits
Photographs: Pippa Moss
Contact Author
chris@drmoss.ca

Klassische Schildpatt Ver- und Bearbeitung

Da ich mittlerweile über das Aufarbeiten von Rasiermessern hinweg bin, nachdem ich rund 1000 Stück restauriert, geschärft und ausprobiert habe, ist das Thema langsam erschöpft), möchte ich langsam selbst zur Fertigung derselben übergehen.

Am liebsten natürlich das Schmieden eigener Stücke. Da dies jedoch neben einem gerüttelten Maß an Fachkenntnis vor allem eine Schmiede voraussetzt und ein Ort an dem ich lärmen kann, fange ich als erstes einfach bei der Fertigung von Rasiermesser Schalen an.

Da ich Holzhefte an Rasiermessern jedoch nicht besonders mag, Celluloid praktisch nicht mehr hergestellt wird, genauso wie Galalith, Bakelitz, Guttapercha usw., habe ich begonnen, mich zumindest Theoretisch mit der Verarbeitung von Horn, Knochen, Schildpatt, Elfenbein und Horn zu beschäftigen. Gerade Schildpatt ist ein wunderbares, extrem wertvolles Material. Natürlich aus bekannten Gründen nicht mehr im Handel erhältlich, und das ist auch gut so.

Aber trotzdem finde ich dieses organische Horn-/Knochenmaterial faszinierend in seinen eigenschaften, seiner Beschaffenheit, seiner Transparenz und wunderbaren Formbarkeit und Altersbeständigkeit.

Leider gibt es kaum noch Quellen die etwas über die Verarbeitung dieses Materials zum Besten geben können. Ähnlich wie die Herstellung von echtem Dasmaszener Stahl ist die Kenntnis der Verarbeitung von Schildpatt praktisch verloren gegangen und muß mühselig wieder erarbeitet werden. Gleiches gilt z.b. auch für die herstellung klassischer japanischer Schwerter. Auch hier gibt es nur noch eine Handvoll lebender alter Meister, meist nationale Denkmäler, die Kenntnis über das Schmieden, Schleifen, Polieren, Schärfen, Scheidenbau usw. vermitteln können.

Das alles ist sehr schade und traurig und ich bin oft bemüht, mir zumindest theoretische Fachkenntnisse auf allen möglichen Gebieten anzueigenen, weil ich es fatal finde, das soviele Kenntnisse, die über JAHRHUNDERTE angeeignet wurden, einfach verloren gehen. Seien es Feilenhauer, Waffenschmiede, Schwertmeister, Schmiedemeister, Böttcher, Korbflechter, Rasiermesserhohlschleifer, Damstschmiede, Tamahagane Herstellung, Wootzverarbeitung, Ebenistenkünster oder sonst was.

Aus diesem Grund versuche ich hier, einige Quellen bzg. solcher Künste öffentlich zu machen.

Ich fange an dieser Stelle also mit der SchildpattBe- und Verarbeitung an. die Quellen sind mager, aber eine habe ich gefunden: Bebildert ist nur die Downloadversion!

Schildpatt Be- und Verarbeitung, Materialbeschaffenheit usw.

SCHILDPATT, DAS MATERIAL
UND MÖGLICHKEITEN SEINER VERARBEITUNG
Ruth Remetter München, 19. November 2002
2
INHALTSVERZEICHNIS
Seite
1 DEFINITION 6
1.1 Schildpatt 6
1.2 Unterscheidungskriterien 7
1.2.1 Echte Karettschildkröte 7
1.2.2 Unechte Karettschildkröte 7
1.2.3 Suppenschildkröte 8
2 HERKUNFT 9
2.1 Herkunftsländer und Erscheinungsformen 9
2.2 Schildpattgewinnung 9
2.3 Handel im historischen Europa 10
3 ARTENSCHUTZ 11
3.1 Gesetzgebung 11
3.2 Ersatzmaterialien 11
3.2.1 Historische Ersatzstoffe 12
3.2.2 Moderne Ersatzstoffe 12
3.3 Restauratorische Probleme
4 MATERIAL 13
4.1 Chemische Zusammensetzung und Aufbau 13
4.2 Materialeigenschaften 13
5 HISTORIE 15
5.1 Verwendung von Schildpatt 15
5.2 Objekte und Beispiele aus dem Kunsthandwerk 17
3
6 VERARBEITUNG 19
6.1 Planieren der Platten 19
6.2 Egalisieren der Stärke 20
6.3 Schweißen 21
6.4 Räumliche Verformung von Schildpatt 24
6.4.1 Räumliche Verformung ohne Dehnung des Materials 24
6.4.2 Räumliche Verformung mit Dehnung des Materials 25
6.5 Aufleimen auf den Träger 27
7 Resümee 29
4
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abb. Seite
1a
b
Echte Karettschildkröte
Hornplatte der Echten Karettschildkröte
6
2 Echte Karettschildkröte (Eretmochelys imbricata) 7
3 Indo-portugisische Cambaia 9
4 Rückenpanzer einer Echten Karettschildkröte, Außen- und Innenansicht 10
5 Querschliffnr. 1630, Schichtenaufbau von Schildpatt 13
6 Kunstkammer um 1655 15
7 Prunkschreibtisch mit Aufsatz in Boulle-Technik um 1700 16
8 Kämme, Schildpatt und Silber, 16. Jh. 16
9a
bc
Herzförmige Flasche, Schildpatt und Silber, 16. Jh.
Becken, Schildpatt, 16. Jh.
Konfektschale, Schildpatt, 2. Hälfte 16. Jh.
17
10 Kabinettschrank, Ende 17. Jh. 17
11 Kabinettschrank um 1680/85 18
12 Innenleben des Kabinettschranks auf Abb. 11 18
13a
b
Erweichen von Schildpatt
Pressen von Schildpatt
20
14a
b
Schleifen des Schildpatts
Polieren des Schildpatts
21
15 Formen und Gerätschaften zum Bearbeiten von Schildpatt, Roubo 1771-76 21
16 Verschweißen von Schildpatt 22
17 Zange zum Verschweißen von Schildpatt 22
18 Verschweißtes Schildpatt 23
19 Querschliffnr. 1631, Verschweißtes Schildpatt 24
5
20 Räumliche Verformung ohne Dehnung des Materials 25
21 Räumliche Verformung in der Spindelpresse 26
22 Räumliche Verformung mit Dehnung des Materials 27
23a
bc
Messingaußenform
Gebogenes und gedehntes Schildpatt
Innenform aus Epoxidharz
27
24a
bc
Räumliche Verformung ohne Dehnung und Träger
Räumliche Verformung mit Dehnung und Träger
Verschweißtes Schildpatt auf dem Träger
28
6
SCHILDPATT, DAS MATERIAL
UND MÖGLICHKEITEN SEINER VERARBEITUNG
Die Zielsetzung der ist es, Verarbeitungstechniken des Schildpatts aus historischen
Quellenschriften umzusetzen. Der Schwerpunkt liegt bei der Verschweißung des
Materials und seiner räumlichen Verformung. Eine vorherige Erforschung des
Materials ist ebenfalls Thema und gleichzeitig auch die Voraussetzung für die
Schildpattverarbeitung.
1 DEFINITION
1.1 Schildpatt
Schildpatt ist die Bezeichnung für die verhornte Oberhaut der Rücken- und
Bauchschilde von Schildkröten. Diese Panzer bestehen aus einzelnen
Knochenplatten, deren Überzug Epidermis oder auch Hornhaut genannt wird.
Das im Kunsthandwerk verwendete Schildpatt wird ausschließlich von drei Arten
der Meeresschildkröten, den Cheloniidae, gewonnen. Es handelt sich hierbei um
die Echte Karettschildkröte, die Unechte Karettschildkröte und die
Suppenschildkröte. Hauptsächlich wird das Schildpatt der Rückenschilde benutzt.
Das Bauchschild ist durch die Art der Fortbewegung der Tiere häufig verkratzt und
dünner.
Der Begriff Schildpatt entwickelte sich aus dem norddeutschen/niederländischen
Wort „Schildpadde“ ab, was nichts anderes bedeutet als „Schildkröte“ 1. Auch wird
in älteren Quellenschriften Schildpatt als Schildkrot bezeichnet.
1 J. G. Krünitz´s Ökonomisch-technologische Encyklopädie, S. 440
Abb. 1a Echte Karettschildkröte (Eretmochelys
imbricata); b Hornplatte der Echten Karettschildkröte
a b
7
1.2 Unterscheidungskriterien
1.2.1 Echte Karettschildkröte
Als das Echte Schildpatt bezeichnet man die Hornplatten des Panzers der Echten
Karettschildkröte (Eretmochelys imbricata / hawksbill turtle). Sie war und ist der
Hauptlieferant für dieses so begehrte Material.
Man erkennt sie sehr gut an den nach hinten schindelartig überlappenden Schildern,
die im Jugendalter hornfarben und dunkel geflammt sind, später wird die
Zeichnung eher tüpfelartig 2. Der auffallend scharf gezackte Panzerrand ist ein
weiteres unverwechselbares Merkmal.
Das Rückenschild besitzt insgesamt 25 Rand- oder Seitenschilde und 13
Mittelschilde. Nur die Mittelschilde werden verarbeitet. Einzelne Hornplatten
sollen max. bis zu 30 x 17 cm groß werden. Die Rückenpanzer können eine Länge
von 60 – 95 cm Länge erreichen. Die Dicke des Schildpatts wird in der Literatur
sehr unterschiedlich zwischen 0,5 – 6,5 mm angegeben. Dabei ist nicht immer
sicher festzustellen, ob es sich um das Schildpatt der Echten Karettschildkröte
handelt, oder um das anderer Arten. Ruth Vuilleumier gibt die Stärke des „Echten“
Schildpatts mit 3 – 6,5 mm an.
1.2.2 Unechte Karettschildkröte
Die Unechte Karettschildkröte (Caretta caretta / loggerhead turtle) ist die Einzige
der drei genannten Arten von Meeresschildkröten, die auch im Mittelmeer heimisch
ist. Sie besitzt einen größeren Panzer mit zwei Hornplatten mehr als die Echte
Karettschildkröte. Ein weiterer Unterschied sind die nebeneinander liegenden, nicht
geschindelten Rückenschilder. Die Unechte Karettschildkröte bildet dünnere
Hornplatten aus, mit einer Stärke zwischen 1 und 2 mm. Die Zeichnung des
2 Dr. Dr. H. C. Grzimek, Grzimeks Tierleben, Bd. 6 Kriechtiere, S. 110/11
Abb. 2 Echte Karettschildkröte (Eretmochelys imbricata)
vor Tahiti mit den gut sichtbaren Merkmalen der
überlappenden Hornplatten und dem gezackten
Panzerrand
8
Schildpatts kann dem Echten Schildpatt sehr ähnlich sein, jedoch soll sie von der
Farbgebung eher etwas mehr ins bräunliche gehen und nicht so klar gefleckt sein.
1.2.3 Suppenschildkröte
Eine weitere Wasserschildkröte die Schildpatt liefert, ist die Riesen- oder auch
Suppenschildkröte (Chelonia mydas / green turtle). Sie gehört mit einer
Panzerlänge von ca. 150 cm zu den größten Schildkröten ihrer Art. Auch sie besitzt
2 Rückenschilder mehr als die Echte Karettschildkröte. Suppenschildkröten spielen
in der Schildpattgewinnung eine eher untergeordnete Rolle, da deren Hornplatten
nur ca. 0,3 bis 1,5 mm dick werden. Im Krünitz´s Lexikon heißt es, das Schildpatt
der Riesenschildkröte sei das schlechteste und kaum noch bei Kaufleuten zu
finden.3 Ihr Fleisch wurde im 19. Jahrhundert zur Spezialität und auch das
Schildpatt wurde ausschließlich ab dem 19. Jh., z. B. für Lampenschirme
verarbeitet. Die Zeichnungfarbe der Platten geht vom Dunkel- bis ins Hellbraune.
3 J.G. Krünitz´s Ökonomisch-technologische Encyklopädie, S. 443
9
2 HERKUNFT
2.1 Herkunftsländer und Erscheinungsformen
Wasserschildkröten sind fast ausschließlich in warmen, tropischen oder
subtropischen Gewässern vorzufinden. Die Zeichnung und damit die Qualität des
Schildpatts hängen von der Schildkrötenart und der geographischen Herkunft der
Tiere ab.
So kommt zum Beispiel ein hellgelbes Schildpatt mit einer braunen bis schwarzen
Zeichnung vorwiegend aus Ostindien. Das Schildpatt der ägyptischen Schildkröte
weist ein helles rotbraun mit dunkel rotbrauner Zeichnung auf. Amerikanisches
Schildpatt ist meist rot-fleckig. Einfarbige, helle Platten, auch blindes Schildpatt
genannt, sind eine Rarität und somit auch sehr teuer (siehe Abb. 3).
Europa erhielt den größten Teil der benötigten Schildpattmenge im 18. und 19.
Jahrhundert von den Bahamas, den Antillen, den Kapverdischen Inseln und
Guyana. Die Holländer importierten mit ihrer Handelskompanie vorwiegend
Schildpatt aus Westindien bzw. den Molukken und Spanien meist von den
Malabarinseln 4.
Weitere Vorkommen fand man in Madagaskar, China, Neuguinea und dem
Bismarckarchipel 5.
2.2 Schildpattgewinnung
Um das begehrte Material von den Schildkrötenpanzern zu lösen wird Wärme
benötigt. Schriften aus dem 16. bis 20. Jahrhundert zufolge, wurden die lebenden
Tiere entweder in kochendes Wasser gelegt oder über ein Feuer gehalten. Das
4 J.G. Krünitz´s Ökonomisch-technologische Encyklopädie, S. 444
5 Fritz Spannagel, Das Drechslerwerk, S.180
Abb. 3 Indo-portugisiche Cambaia oder
Surrate, 1. Jh. n. Chr. / Schildpatt und Silber /
Lissabon, Museu de Sáo Roque
10
Schildpatt erweicht unter Wärmeeinwirkung und lässt sich leicht mit einem Messer
vom Knochenpanzer ablösen.
Das Fleisch galt im 18. Jh. als nicht besonders schmackhaft und die europäischen
Jäger glaubten das Schildpatt würde nachwachsen. Deshalb wurde das Tier, wenn
es diese Prozedur überlebte, wieder im Meer freigelassen. Tatsächlich steht in
Grzimeks Tierleben, dass sich bei recht jungen Tieren der Panzer annähernd wieder
nachbilden könne. 6 Jedoch ist der Ertrag an Schildpatt bei jungen Schildkröten
natürlich nicht besonders hoch.
Man erhält von einer ca. 75 kg schweren Karettschildkröte, eine brauchbare
Schildpattausbeute von ca. 2,5 kg.
5 Schilde sitzen über der Wirbelsäule, sind stärker gewölbt und ungleich dicker als
die 8 äußeren Mittelschilde, die flacher und relativ gleichmäßig stark sind (Abb.
1a/b).
2.3 Handel im historischen Europa
Jahrhunderte lang wurde das Schildpatt in den genannten Herkunftsgebieten
gewonnen und nach Europa verschifft. Lange Transportwege, die Lagerung in
Magazinen und die daraus resultierende fehlende Luftzufuhr, bewirkten nicht selten
ein Wurmbefall des Materials. Dieser konnte ganze Schiffsladungen vernichten.
Das begehrte Rohmaterial wurde von den großen europäischen Häfen, wie
Marseille, Amsterdam, Hamburg u.a., pfundweise an Händler und
Kunsthandwerker verkauft.
Im Jahre 1784 kostete ein Pfund Schildpatt in Amsterdam 6 bis 15 Gulden Banko7.
1895 wurden in Hamburg 9305 kg Schildpatt im Wert von 350.000 Mark
verkauft8. Der damalige Preis variierte natürlich mit der Qualität des gelieferten
Schildpatts. Und diese konnte, abhängig von Faktoren wie Schildkrötenart,
Ausmaße der einzelnen Platten, usw., sehr unterschiedlich ausfallen.
6 Dr. Dr. H. C. Grzimek, Grzimeks Tierleben, Bd. 6 Kriechtiere, S. 110 - 111
7 Lois Edgar Andres, Verarbeitung des Horns, Elfenbeins, Schildpatts, der Knochen, des Perlmutts, S. 134
8 J.G. Krünitz´s Ökonomisch-technische Encyklopädie, S. 444
Abb. 4 Rückenpanzer
einer Echten Karettschildkröte
(Eretmochelys
imbricata), Außen- und
Innenansicht
11
3 ARTENSCHUTZ
3.1 Gesetzgebung 9
Eine erste internationale Regelung für bedrohte Lebewesen ist das Washingtoner
Artenschutzübereinkommen (englisch CITES, Convention on International Trade in
Endangered Species), welches seit dem 3.3.1973 existiert. Es trat 1975 in Kraft.
Dieses Abkommen listet gefährdete Arten in der Tier- und Pflanzenwelt in 3
Anhängen (WA I, II, III) auf, welche ständig verändert und den neuesten
Erkenntnissen angepasst werden.
Unmittelbar von der Ausrottung bedrohte Tier- und Pflanzenarten, wie die
Meeresschildkröten oder auch Elefanten u.a., werden im Anhang WA I erwähnt.
Der Handel zu kommerziellen Zwecken mit den genannten Arten, sowie mit
Erzeugnissen derselben, ist verboten.
Weiterhin werden noch Sonderregelungen über die Hoheitsgebiete einzelner
Staaten, Aus- und Einfuhrgenehmigungen geregelt.
Als erster EG-Staat unterzeichnete 1976 die Bundesrepublik Deutschland dieses
Abkommen. Die zuständigen CITES-Behörden sind das Bundesumweltministerium
und das Bundesamt für Naturschutz.
Der Bestand der Echten Karettschildkröte ging weltweit in den letzten Jahrzehnten
um 80 % zurück. Nicht allein der Handel mit Schildpatt ist für diese erschreckende
Zahl verantwortlich, sondern auch die fortschreitende Zerstörung der Lebensräume.
Viele Tiere verfangen sich in Fischernetzen und ertrinken. In manchen Ländern
zählen Schildkröteneier als Delikatesse, was wiederum das Ausbeuten der
Eiablageplätze zur Folge hat. Schätzungen zufolge erreicht von etwa 1000
geschlüpften Schildkröten eine die Geschlechtsreife.
3.2 Ersatzmaterialien
Eine Form des Artenschutzes ist die Verwendung von Ersatzstoffen. Die Forschung
nach Stoffen, mit denen das teure Material Schildpatt imitiert werden konnte,
begann fast zeitgleich mit dem in Mode gekommenen Schildpatt. Dies verdeutlicht
auch eine Bemerkung von G. Brice aus dem Jahre 1706: „Die Petite Galerie in
Versailles war mit Spiegeln ausgestattet. Auf recht gut imitiertem Schildpatt- und
Lapislazuligrund waren die vergoldeten Bronzerahmen befestigt10.“ In Augsburg
gab es 1625 nicht nur den Ebenholzstempel, sondern es folgte 1665 auch die
Zeichnung des Schildpatts. 11
3.2.1 Historische Ersatzstoffe
Seit jeher galt Schildpatt als ein besonderer Rohstoff, der sehr teuer und schwer zu
beschaffen war. Dies hatte natürlich zur Folge, dass Schildpatt, bald nach dem es in
Europa Mode wurde, imitiert und gefälscht wurde.
9 http://www.ifaw.org/press/german/gr032900.html
10 Ruth Vuilleumier, Schildpatt – Verarbeitungstechniken und Imitationen, in Thomas Brachert, Beiträge zur
Konservierung und Restaurierung alter Möbel, S. 136
11 Projektarbeit Katrin Prömper, Schildpattimitation auf Horn, S. 2
12
Vor der Entwicklung moderner Kunststoffe, musste man auf natürliche Rohstoffe
zurück greifen. Horn wurde wohl am häufigsten zum Imitieren von Schildpatt
verwendet. Zahlreiche Rezepte aus Quellenschriften über die Schildpattimitation
auf Horn wurden in einer Projektarbeit von Katrin Prömper an der FAK Goering
Institut behandelt.12 Fritz Spannagel erwähnt, dass Schildpatt hinsichtlich seiner
Beschaffenheit und Verarbeitung dem Büffelhorn am ähnlichsten sei. 13
Die hohe Nachfrage nach Schildpattarbeiten ging so weit, dass man selbst
Elfenbein so stark bearbeitete, dass der Eindruck von Schildpatt entstand.
Der hohe Preis des Schildpatts bewirkte, dass jedes noch so kleine Stück Verschnitt
aufgehoben wurde. „Bei dem Einteilen ist mit Rücksicht auf den hohen Wert des
Materials große Genauigkeit nötig, damit man so wenig Abfälle als möglich
erhalte; die Abfälle selbst sind sorgfältig aufzubewahren, da man auch für die
kleinsten Stückchen immer noch eine Verwendung finden kann14.“
So existieren einige Anweisungen, um Schildpattabfälle zu schmelzen und in
geeigneten Formpressen, zu Dosen, Knöpfen, Schmuck und Platten weiter zu
verarbeiten. Schildpatt verliert dabei allerdings seine Transparenz.
In ländlichen Gegenden bemühte man sich häufig dem Schildpatt ähnelnde
Bemalungen auf Möbel und anderen Objekten aufzubringen.
3.2.2 Moderne Ersatzstoffe
1869 wurde das Zelluloid entdeckt, welches mit dem Ausgangsstoff Zellulose als
Ersatzmaterial für Elfenbein und auch für Schildpatt verwendet wurde. Unter
Wärmeeinwirkung ist es ähnlich dem Horn verarbeitbar.
Um die Jahrhundertwende löste Gallalith das Zelluloid ab, denn dieses Material
hatte wesentlich mehr Vorteile. Gallalith, bestehend aus Kasein und Formaldehyd,
ist härter als Zelluloid. Es ist polierfähig und gegen Alkohol, Äther und schwache
Säuren beständig, jedoch auch geringfügig hygroskopisch.
Heutzutage wird Schildpattimitat aus modernen Kunststoffen hergestellt. Sie sind
unter verschiedenen Bezeichnungen (z. B. Rodoit) im Handel erhältlich.
3.3 Restauratorische Probleme
Für den Restaurator ergeben sich Beschaffungsprobleme von Schildpatt, da aus
Artenschutzgründen der Handel mit Tieren die im Anhang WA I, des Washingtoner
Artenschutzübereinkommens verboten ist. Deshalb muss man ernsthafte
Überlegungen bei der Materialauswahl für Restaurierungen anstellen.
Schildpatt kann von Restauratoren mit Sondergenehmigung am Flughafen
erstanden werden. So kann geschmuggeltes Schildpatt noch einen Zweck erfüllen
und es wird trotzdem kein Handel damit unterstützt.
12 Projektarbeit Katrin Prömper, Schildpattimitation auf Horn, S. 2
13 Fritz Spannagel, Das Drechslerwerk, S.180
14 Lois Edgar Andres, Verarbeitung des Horns, Elfenbeins, Schildpatts, der Knochen, des Perlmutts, S. 135
13
4 MATERIAL
4.1 Chemische Zusammensetzung und Aufbau
Schildpatt besteht wie Horn, Federn oder Haare zu seinem größten Teil aus dem
Gerüstprotein Keratin, das im Epithelgewebe von Landwirbeltieren zu finden ist.
Dies ist ein hochmolekularer, schwefelhaltiger Eiweißstoff. Bei einer Glühprobe
und bei der Verarbeitung entsteht der Geruch von verbranntem Haar.
Aufgebaut ist es aus ca. 35 dünnen Schichten, die jeweils aus vielen Lagen flacher,
plättchenartiger, verhornter Zellen (1/200 –1/100 mm) gebildet werden.
In den polychromen Plattenzellen des Schildpatts, den gefleckten oder geflammten
Bereichen, befinden sich Pigmentkörner.
4.2 Materialeigenschaften
In erster Linie wurde Schildpatt sicherlich wegen seiner unterschiedlichen
Farbgebung und seiner Transparenz geschätzt. Diese Eigenschaften wurden für
farbliche Hintermalungen genutzt. In den meisten Fällen wurde Zinnober in den
Leim gemischt oder gefärbte Papiere hinter das Schildpatt gelegt.
Die thermischen Eigenschaften die Schildpatt aufweist, machen die Verarbeitung
zu Furnieren und die Verwendung als Überzugsmaterial, auch bei
dreidimensionaler Gestaltung überhaupt erst möglich.
In kaltem Zustand ist Schildpatt relativ hart und spröde. Die Härte nach Mohs
beträgt 2,5. Bei vorsichtigem Erwärmen wird es so elastisch, dass es sich
verformen lässt.
Die thermischen Eigenschaften werden auch genutzt, indem man mehrere Platten
miteinander verschweißen kann. Einmal zu hoher Temperatur ausgesetzt, verliert es
aber evtl. seine Transparenz. Der Kabinettschrank auf Abb. 11 zeigt bei der
Schildpattfurnierung einige bräunliche Stellen auf, die sich nach ca. 15 cm
Abb. 5 Querschliffnr. 1630 / Schichtenaufbau
einer Schildpattprobe / Vergrößerung 50x, UVLicht
mit Filter 2
14
wiederholen. Hier könnte das Verschweißen der einzelnen Schildpattplatten ein
Grund sein.
Der Hauptbestandteil Keratin ist in Wasser und den meisten organischen
Lösungsmitteln unlöslich, jedoch ist von einem Reinigungsbad darin strikt
abzuraten, da Schildpatt hygroskopisch ist. Ammoniak und konzentrierte Laugen
lösen Keratin an.
Durch den plättchenartigen Aufbau der verhornten Zellen (siehe Abb. 5) lassen sich
einige Eigenschaften des Materials erklären. So ist die Press- und Spaltbarkeit,
ebenso wie Beiz- und Polierfähigkeit nachvollziehbar.
15
5 HISTORIE
5.1 Verwendung von Schildpatt
Schildpatt gehört zu den ältesten Materialien, die von Menschen für Gebrauchs-,
Luxus- oder Kultgegenstände verwendet werden.
Lange vor unserer Zeit wurde Schildpatt schon von den Urvölkern der ozeanischen
Inselwelt, den Herkunftsgebieten der Karettschildkröten, für Schmuck und sonstige
Dinge verarbeitet.
Auch aus der Hochkultur der Ägypter und dem Römischen Reich sind Funde aus
Schildpatt belegt. Eine interessante Bemerkung zur Verwendung von
Luxusmaterialien im Möbelbau aus dem 1. Jh. n. Chr. lieferte der römische
Geschichtsschreiber Plinius d. Ä. (23 bis 79 n. Chr.): „Dies war der Beginn des
Luxus, dass man ein Holz mit einem anderen belegte und geringere Arbeit so mit
Holz, kostbarere mit Schale (Schildpatt) fertigte. Auch erdachte man ganz dünne
Holzblätter, und, nicht zufrieden damit, fing man an, die Hörner der Tiere zu
färben, Zähne zuzuschneiden und Holz mit Elfenbein einzulegen.“ 15.
Vom Ausgang des 16. Jahrhunderts bis heute wird dieses Material auch in weiten
Teilen Europas zu Luxusartikeln verarbeitet. Die Zeit der Entdeckungen fremder
Kontinente und ein erweiterter Welthandel waren der Auslöser dieser regelrechten
Schildpattmode.
Kuriositäten aus aller Welt fand man, bevorzugt im 16. bis 18. Jahrhundert,
besonders in den Kunst- und Wunderkammern des europäischen Hochadels. Dort
durfte Schildpatt als besonders wertvoller Werkstoff nicht fehlen.
Große Berühmtheit erlangte das Schildpatt mit den Einlegearbeiten des
Hofebenisten Ludwigs XIV., André Charles Boulle (1642 bis 1732), die sich
weltweit großer Beliebtheit erfreuten. Bei der nach ihm benannten Boulle-Technik
wurde Schildpatt mit Edelmetallen, wie Messing oder Zinn, verleimt und nach
15 Rosemarie Stratmann-Döhler; Möbel, Intarsie und Rahmen, in Reclams Handbuch der künstlerischen
Techniken, Bd. 3, S. 177
Abb. 6 Kupferstich des Museum Wormianum,
Kunstkammer um 1655
16
Mustervorlage die Ornamentik ausgesägt. Die „première partie“ besteht aus
Schildpatt als Fond und das eingelegte Muster aus dem Edelmetall (siehe Abb.7).
Bei der „contre-partie“ verhält sich dies umgekehrt. So konnten zwei gegengleiche
Möbel furniert werden.
In neuerer Zeit wurde Schildpatt auch für Gebrauchsgegenstände, wie
Brillengestelle, Badezimmer-Utensilien u.a. verarbeitet.
Abb. 7 Prunkschreibtisch mit Aufsatz,
Boulle-Technik, Antwerpen um 1700,
Residenz München
Abb. 8 Kämme, Schildpatt und Silber,
Goa oder Gujarat, 16 Jh., Sammlungen
Schloß Ambras
17
5.2 Objekte und Beispiele aus dem Kunsthandwerk
Abb. 9a Herzförmige Flasche, Schildpatt und Silber, Gujarat (?), 16. Jh., H 26,3
cm, Kunsthistorisches Museum Wien
Abb. 9b Becken, Schildpatt, Gujarat (?), 16. Jh., Ø 42,7 cm, Kunsthistorisches
Museum Wien
Abb. 9c Konfektschale, Schildpatt, Gujarat (?), 2. Hälfte 16. Jh., Ø 11,8 cm,
Kunsthistorisches Museum Wien
Abb. 10 Kabinettschrank, Südliche Niederlande, Ende 17. Jh.,
a b c
18
Abb. 11 Kabinettschrank, Materialien der
Marketterie: Schildpatt, Silber, Messing,
Kupfer, Perlmutt, Bein; Pietra Dura-Arbeiten
mit Edelsteinen, Augsburg um 1680/85, H 247
cm – B 181 cm – T 63 cm, Residenz München
Abb. 12 Innenleben des
Kabinettschranks auf Abb. 11
19
6 VERARBEITUNG
Die strengen Vorschriften der Zünfte und der Konkurrenzkampf zwischen
Handwerkern und Werkstätten ließen es nicht zu, dass man mühevoll erlernte
Verarbeitungstechniken weitergab. „Allein wenige Künstler wissen geschickt mit
diesem Materiale umzugehen, und diese Wenigen machen aus ihrem Verfahren ein
Geheimnis 16.“ So steht es in einigen Quellenschriften. Bei einem Vergleich der
Schriften des 17. bis 20. Jh. sind aber größtenteils die gleichen Arbeitsabläufe
beschrieben. Es ist jedoch schwierig diese Arbeitsgänge erfolgreich
nachzuvollziehen, da die Autoren meist nur Gehörtes und Gelesenes
niederschrieben.
Wegen fehlender Gerätschaften und Formen wurde bei dieser Versuchsreihe
improvisiert. Das verwendete Echte Schildpatt stammte ursprünglich aus einer
Zucht und wurde dem Vorrat der FAK Goering Institut entnommen.
Die nötigen Arbeitsschritte, die historische Quellenschriften nennen, werden im
Folgenden einzeln beschrieben. Die Vorgehensweise bei der Versuchsreihe wird
anschließend am Ende jeden Punktes gesondert dargestellt.
6.1 Planieren der Platten
Die Planierung der mehr oder minder gewölbten Platten ist die Grundvoraussetzung
für eine weitere Bearbeitung.
Die einzelnen Schildpattplatten werden in einem Topf mit siedendem Wasser mit
Öl- oder auch Salzzusatz erweicht. Sie sollten den heißeren Gefäßboden nicht
berühren können, da ab ca. 110°C eine Strukturzerstörung eintreten kann 17.
Herausnehmen sollte man das Schildpatt, wenn es sich durch das eigene Gewicht
faltet oder verbiegt.
Kleinere Stücke sollen auch über dem offenen Feuer erweicht werden können. Es
wird jedoch davor gewarnt, die Teile zu nahe an die Flammen zu bringen, da wie
erwähnt die Struktur wegen zu großer Hitze darunter leiden kann. Ab ca. 150°C
wirft Schildpatt Blasen und die Struktur ist vollständig zerstört.
Im frühen 18. Jahrhundert wurde das elastische Schildpatt nach dem Erweichen mit
einem Leinensack voll heißem Bachsand gepresst. Roubo erwähnte 1776 warme
Eisen- oder Messingplatten und bereits 20 Jahre später war in der Loos-
Enzyklopädie die Rede von einer speziellen Presse für diesen Arbeitsgang 18.
Man kann die gesamte Presse im Wasser behalten und die Spindel nach und nach
anziehen oder das weiche Schildpatt herausnehmen und zwischen vorgewärmte
Metallplatten pressen. Das Ergebnis ist Gleich.
16 J. G. Krünitz´s Ökonomisch-technologisches Encyklopädie, S.445
17 Hans-Werner Nett, Beitrag zum Thema Schildpatt, in Restauro 2/93, S. 103
18 Katharina Walch, Boulle-Marketerien an süddeutschen Klosterausstattungen des 18. Jahrhunderts, S.110
20
J. Sedlmajer rät, auf einer Seite zwischen Schildpatt und Zulage aus Holz oder
Eisen ein Stück Leder zum Ausgleichen der noch ungleichen Stärke zu legen 19.
Louis Edgar Andres hingegen schreibt von mehreren Lagen Filz die beidseitig
zwischen Schildpatt und heißer Metallplatte liegen sollten.
Versuch:
Größere Schildpattplatten wurden nach dem Erweichen einem Leinöl-Wasser-
Gemisch (ca. 0,1ml Leinöl in 3l Wasser), ohne zusätzliche Textilien in ca. 110°C
heiße Eisenplatten gelegt und mit Schraubzwingen dem nötigen Druck ausgesetzt.
Kleinere Platten wurden mit der Spindelpresse zwischen 110°C heißen Aluplatten
planiert.
In jedem Fall ist es notwendig, das Schildpatt zwischen den heißen Platten und
unter Druck erkalten zu lassen. Nach dem vollständigen Erkalten und Trocknen ist
es wieder so hart und spröde wie ursprünglich.
6.2 Egalisieren der Stärke
Begonnen wird mit der dem Panzer zugewandten Seite, da diese die unebenere von
Beiden ist. Es ist bei der Sprödigkeit des Materials auf eine volle Auflagefläche zu
achten. Als geeignete Werkzeug werden Schabeisen, Ziehklinge und Schlichtfeile
empfohlen (siehe auch Abb. 15).
Wichtig ist es, am Ende eine durchgehende Stärke auf der gesamten Fläche erzielt
zu haben. Diese gewährleistet eine gleichmäßige Biegung, dünnere Stellen könnten
sonst reißen.
Die beidseitige Bearbeitung ist notwendig, um eine gleichmäßige Transparenz des
Materials erreichen. Vor der Weiterverarbeitung sollten, zumindest auf der
Innenseite, deshalb keine Kratzer und Unebenheiten mehr erkennbar sein.
Welche Seite nach der fertigen Bearbeitung die Schauseite sein sollte, darüber gibt
es in den Quellenschriften zwei Meinungen. Es ist schwer, nach der Bearbeitung
einen Unterschied zwischen der dem Panzer zu- und dem Panzer abgewandten
Seite erkennen.
19 J. Sedlmajer, Die Bearbeitung von Schildpatt, in Arbeitsblätter für Restauratoren 1/71, S. 40
Abb. 13a Erweichen des Schildpatts in kochendem Wasser mit Ölzusatz
Abb. 13b Pressen des Schildpatts zwischen 110°C heißen Aluplatten
a b
21
Versuch:
Bei diesen Tests wurde beidseitig mit folgender Werkzeugreihenfolge
vorgegangen:
a) Schlichtfeile
b) scharfe Ziehklinge
c) Schleifpapiere von 100er bis 320er Körnung
d) Ausschleifen mit Wasser und Bimsstein/Bimsmehl
e) Polieren mit Buchenasche, Trippel, Talkum; jeweils mit Leinölzusatz
6.3 Schweißen
Über das Schweißen von Schildpatt schrieb Roubo in den Jahren 1771 – 76: „An
anderer Stelle erwähnte ich, dass man Schildpatt ohne Verwendung einer weiteren
Substanz verschweißen kann, was sehr einfach ist, auch wenn die Handwerker ein
großes Geheimnis daraus machen 20.“ Dem kann man nicht ohne weiteres
zustimmen, da Materialkunde und praktische Erfahrung für ein Gelingen
unumgänglich sind.
20 Jacques-André Roubo, L´Art du Menuisier, S. 1010
Abb. 14a Schleifen des Schildpatts
Abb. 14b Polieren des Schildpatts mit Bimsstein und Wasser
Abb. 15 Formen und
Gerätschaften zum
Bearbeiten von Schildpatt,
Roubo 1771-76;
Fig.7 und 8 Spindelpresse,
Fig.9 Querschnitt
einer Profilleiste,
Fig.11 Form für
eine räumliche Schildpattverformung
(siehe
Fig.9), Fig.13 Schabeisen,
Fig.14
Planierung von
Schildpatt, Fig.15
Schildpatt in siedendem
Wasser, Fig.16
Schildpatt für die
Verschweißung angeschrägt
a b
22
Um eine einzige große Platte Schildpatt vorzutäuschen, achtet man schon beim
Aussuchen der Platten auf Struktur und eine durchlaufende Zeichnung. Beim
Verschweißen werden die zu verbindenden Kanten (Abb. 15, Fig. 16) angeschrägt.
Die beiden Stücke müssen exakt gegengleich gefeilt und absolut fett- und staubfrei
sein. In Krünitz´s Ökonomisch-technologischer Encyklopädie ist diese
Vorsichtsmaßnahme treffend geschildert: „Noch ist hierüber zu bemerken, daß
wenn man beim Löthen oder Zusammenschweißen die Zange oder Presse
gebraucht, es eine nöthige Vorsicht ist, die Theile, welche vereiniget werden sollen,
von allem Staube und Fette rein zu erhalten; man darf sie daher auch nicht mit den
Fingern berühren, auch nicht einmal den Athem darauf fallen lassen 21.“
In vielen Quellenschriften wird geraten 3 bis 4 Lagen starkes Papier um die Fuge
zu wickeln und anschließend mit einem Faden zu fixieren. Andere benutzten
feuchte Leinentücher in der gleichen Art und Weise. Eine praktische Umsetzung,
ohne dass die schrägen Kanten verrutschen, ist schwer vorstellbar.
Die in einer Schreinerwerkstatt des 17. bis 20. Jahrhunderts zum Verschweißen
verwendete Zange (siehe Abb. 17), erhitzte man am Feuer so stark, dass sich ein
Papier daran nur leicht verfärbte. Mit dieser Zange wurde so lange Druck ausgeübt,
bis sich das Schildpatt durch das eigene Gewicht verbog.
Zum Erkalten wurde die verschweißte Platte min. 24 Stunden flach abgelegt.
Anschließend egalisierte man die Oberfläche nochmals, die sich durch die enorme
Hitze der heißen Zange verbogen und verformt hatte.
21 J.G. Krünitz´s Ökonomisch-technologische Encyklopädie, S. 450
Abb. 16 Verschweißung von Schildpatt,
Versuch 1
Abb. 17 Zange zum
Verschweißen von
Schildpatt mit einer
beweglichen und
einer unbeweglichen
Backe
23
Um 1900 verwendete man geschlossene, dampfdichte Eisenbehälter, die durch den
Deckel mit einer Spindel versehen waren. Diese Apparaturen ermöglichten es,
Schildpatt mit Wasserdampf und Druck zu verbinden. Dazu wurden die zu
verschweißenden Platten zwischen feuchte Tücher und heiße Metallplatten gelegt
und in dem geschlossenen Kasten gepresst. Mit einem Thermometer konnte man
die Temperatur im Inneren des Behälters überprüfen22.
Für Drechsler war Schildpatt wegen seiner geringen Materialstärke eher
uninteressant. Deshalb schweißte man für Schirmgriffe usw., mehrere Platten
Schildpatt übereinander, um eine Stärke von ca. 15 – 20 mm zu erreichen 23.
Versuch:
Die zu verschweißenden Kanten wurden mit Testbenzin gereinigt, um Staub- und
Fettrückstände zu entfernen. Um ein Verrutschen der angeschrägten Kanten
auszuschließen, wurden mehrere Lagen Furnierfugenpapier übereinander auf die
Fuge geklebt. Papier und Kleber ließen sich nach dem Schweißen rückstandslos mit
einem feuchten Schwamm entfernen.
Statt, wie historisch eine Zange zu verwenden, wurden zwei eiserne Vierkantstäbe
(15/15) benutzt. Die Temperatur der Stäbe wurde bei jedem Versuch etwas erhöht
(siehe Tabelle). Exakt über der Fuge liegend, wurden zwei Schraubzwingen
gleichmäßig angezogen und nachdem sich das Schildpatt merklich verbogen hatte,
wieder entfernt.
VERSUCH 1 2 3
Temperatur 110-105°C 112°C 115%°C
Stärke des
Schildpatts
1,5mm 0,7mm 0,7mm
Fasenlänge 6mm 8mm 4mm
Schweißung Negativ Teilweise positiv
22 Martin, Der Drechsler, S.293
23 Fritz Spannagel, Das Drechslerwerk, S. 180
Abb. 18 Verschweißtes Schildpatt, a) Versuch 2 und b)
Versuch 3
a b
24
Da sich die Platten während des 2. und 3. Versuchs (Abb. 18a/b) kaum verbogen
hatten, konnte man sie gleich auf einen Träger aus Eiche aufleimen. Als
Hinterlegung diente ein mit Zinnober gefärbtes Papier. Anschließend wurde die
Schauseite des Schildpatts auf dem Träger geschliffen und poliert.
6.4 Räumliche Verformung von Schildpatt
6.4.1 Räumliche Verformung ohne Dehnung des Materials
Um das Schildpatt in eine gewünschte Form zu bringen braucht man Positiv- und
Negativform. Diese können entweder aus Metall oder Holz bestehen. Am besten
bewährt haben sich Kupferformen, da Kupfer die Wärme am Besten speichert und
das Schildpatt in der Form allmählich auskühlen kann. Werkstätten, die regelmäßig
Schildpatt verarbeiteten, besaßen in der Regel verschiedene gegossene
Kupferformen. Der Vorteil ist, dass sie im Gegensatz zu Holzformen beliebig oft
verwendbar sind und keine Struktur ins weiche Schildpatt pressen.
Um Profilleisten u.ä. mit Schildpatt zu belegen, ist eine räumliche Verformung des
Materials nötig. Hierzu werden die planierten Platten im siedenden Wasser mit Öloder
Salzzusatz gekocht. Das Schildpatt sollte etwas größer als die Form sein, da es
sich auf Grund seiner hygroskopischen Eigenschaften im Wasser ausdehnt und
beim Abkühlen wieder zusammenzieht. Deshalb muss beim Konstruieren der
Formen darauf geachtet werden, dass genug Platz für die Ausdehnung vorhanden
ist.
Anschließend wird das weiche Schildpatt in die Form und das Gegenstück exakt
darüber gelegt und fest gespannt. Auch hier ist es gleich, ob dieser Vorgang im
Wasser geschieht oder mit angewärmten Formen. Unter Druck 24 Std. auskühlen
lassen und dann erst der Form entnehmen.
Abb. 19 Querschliffnr. 1631, Verschweißtes
Schildpatt, 100x Vergrößerung, UV-Licht mit
Filter 2
25
Versuch:
Wie auf Abb. 20 zu sehen, wurden Holzformen (Ausschnitt aus einer Profilleiste)
mit Kupferblecheinlage, die im Wasser auf die gleiche Temperatur wie das
Schildpatt erhitzt wurde verwendet. Es reichte aus, das elastische Schildpatt aus
dem Topf zu nehmen, zwischen die Form zu legen und zu pressen. Eine im heißen
Wasser stattfindende Verbiegung war nicht nötig.
Leider konnte man nach dem Ausspannen feststellen, dass die Transparenz des
Schildpatts nicht mehr durchgehend vorhanden war. Vermutung: Eine zu große
Hitze mit max. 100°C bei Wasser und Kupferform konnte nicht als Grund in Frage
kommen. Da die Formen per Hand hergestellt wurden, könnte es evtl. an einigen
Stellen an Druck gefehlt haben und dadurch zu Luft- oder Feuchteeinschlüssen
gekommen sein. Als zweite Überlegung wäre noch eine vorzeitige Veränderung der
Eiweißstruktur denkbar. Eine genaue Untersuchung dieser Veränderung muss noch
durchgeführt werden.
6.4.2 Räumliche Verformung mit Dehnung des Materials
Auch hierbei gilt das Gleiche für die Formen, wie bei der räumlichen Verformung
ohne Dehnung des Materials. Das Schildpatt muss aus den unter 6.3.1 genannten
Gründen ebenfalls etwas größer als die Form bemessen werden.
Die Vorgehensweise ist ähnlich, eine Verformung sollte hierbei aber vollständig im
Wasser stattfinden, da die dreidimensionale Verbiegung in dieser Weise eine
weitaus höhere Belastung für das Material bedeutet.
Das Schildpatt wird nach dem Herausnehmen aus dem Wasser schnell wieder
spröde und damit auch brüchig. Deshalb ist es wichtig, die weiche Platte in eine nur
leicht angezogene Presse zu stellen.
Anschließend wird die gesamte Presse in einen Topf mit siedendem Wasser gestellt
und nach und nach angezogen. So wird das Schildpatt schonend in eine neue Form
gebracht.
Abb. 20 Räumliche Verformung ohne Dehnung
des Materials
26
Nachdem die Presse vollständig geschlossen ist, kann sie wieder herausgenommen
werden und 24 Std. zur Auskühlung stehen gelassen werden.
Versuch:
Um eine Kartusche zu formen wurde eine Positivform aus Messing benutzt und die
passende Gegenform dazu angefertigt.
Das planierte und im Wasser wieder erweichte Schildpatt wurde heraus genommen
und zusammen mit der Innenform in die ebenso erhitzte Außenform gelegt.
Zusammen legte man alles unter eine Spindelpresse und zog diese nur leicht an.
Danach wurde die gesamte Presse in einen großen Topf mit siedendem Wasser
gestellt und nach und nach angezogen (Abb. 21).
Beim ersten Versuch mit einer vorhandenen Messingaußenform und einer
Holzinnenform, war die Höhe von 4cm zu hoch bzw. die Form zu tief bzw. der
Durchmesser von 8cm zu gering für die Tiefe. Das weiche Schildpatt lies sich nicht
so weit dehnen, sondern es faltete sich übereinander.
Der zweite Versuch wurde mit einer Außenform aus Messing für eine 1,6 cm hohe
Ovalkartusche durchgeführt (12,5 x 8cm). Die Innenform wurde mit
Polyestergießharz der Fa. Voss Chemie abgegossen. Die räumliche Verformung des
Schildpatts war zwar vorhanden, jedoch befanden sich am Rand der
Schildpattkartusche Falten. Diese Form eignete sich herstellungsbedingt durch das
Gießen nicht.
Als nächstes wurde ein Epoxidharz mit der Produktbezeichnung Klebepaste und
Hohlfugenkitt, der Firma Gößl und Pfaff für die Innenform verwendet (Abb. 22).
Dieses Material konnte besser als das Gießharz auf Polyesterbasis verarbeitet
werden, da die Konsistenz pastenartig und nicht flüssig ist. Eine Innenform konnte
relativ schnell angefertigt werden. In siedendem Wasser blieb die Form stabil.
Auch bei der Dehnung des Materials war ein Erblinden nach dem ersten Versuch
festzustellen. Es wurde jedoch bei allen Versuchen das gleiche Schildpatt
verwendet, um das Material nicht unnötig zu verschwenden. Auch hier muss noch
weiter nach den Gründen geforscht werden, ob darin ein Zusammenhang besteht.
Abb. 21 Spindelpresse in heißem Wasser mit Ölzusatz, Schildpatt
bei der räumlichen Verformung mit Dehnung des Materials
27
6.5 Aufleimen auf den Träger
Die Transparenz der Schildpattfurniere wurde wohl seit der ersten Verwendung von
diesem Material gekonnt ausgenutzt. Ab dem 17. Jh. wurde Schildpatt in Europa
am häufigsten mit rot gefärbtem Papier hinterlegt oder der Leim mit
Zinnoberpigmenten eingefärbt. Seltener waren schwarze und grüne Untergründe,
sowie Blattgold.
Die Hinterlegung des Schildpatts hatte den Vorteil, dass die durchscheinende
Holzstruktur nicht mehr zu sehen war.
Versuch:
Die Ovalkartusche wurde mit eingefärbtem Hasenleim auf einen Träger aus Eiche
aufgeleimt. Der Profilleistenausschnitt und die beiden Schweißversuche 2 und 3
wurden jeweils mit einem rot gefärbten Papier hinterlegt. Alle Einfärbungen sind
mit Zinnober durchgeführt worden.
Abb. 22 Räumliche Verformung von Schildpatt mit
Dehnung, Form: Epoxidharz
Abb. 23a Messingaußenform
Abb. 23b Gebogenes und gedehntes Schildpatt
Abb. 23c Innenform aus Epoxidharz
a b c
28
Abb. 24a Räumliche Verformung ohne Dehnung des Schildpatts;
Eichenholzträger
Abb. 24b Räumliche Verformung mit Dehnung des Schilpatts;
Eichenholzträger
Abb. 24c Verschweißtes Schildpatt; Eichenholzträger
a b c
29
7 Resümee
Um mit Schildpatt arbeiten zu können sind Materialkunde und praktische
Erfahrung für ein Gelingen unumgänglich.
Trotz mangelnder Erfahrung und anfänglicher Fehlschläge, konnten diverse Erfolge
und daraus resultierende Erkenntnisse gewonnen werden. Auch wenn einige Fragen
offen blieben, wie die Erblindung des Materials bei der räumlichen Verformung,
offen blieben. Eine Vielzahl von Quellenschriften lassen keinen eindeutigen
Ausschluss und Aufschluss von Verarbeitungsproblemen zu. Auch birgt das
Umsetzen beschriebener Arbeitsabläufe, ohne genaue Temperaturangaben o.ä.,
zusätzlich Schwierigkeiten. Gespräche mit einigen Restauratoren, die mit dem
Material gearbeitet haben, konnten nur teilweise Aufschluss über die
Verarbeitungweise geben.
Die Verschweißung des Schildpatts verlangte mehrere Versuche, die letztendlich
zum Erfolg führten. Nicht nur, aber gerade bei der Verschweißung von Schildpatt,
ist genaues und sauberes Arbeiten erforderlich.
Abschließend sollte noch erwähnt werden, dass trotz der Verwendung von
Zuchtschildpatt oder aus Zollbeständen, respektvoll und sparsam mit diesem
seltenen Rohstoff umgegangen werden sollte. Restauratoren, die mit Schildpatt
arbeiten, sollten sich umfassend über Arbeitstechniken informieren, um positive
Ergebnisse zu erzielen.
30
LITERATURANGABEN
Andres, Lois Edgar; „Verarbeitung des Horns, Elfenbeins, Schildpatts, der Knochen, des
Perlmutts“; Wien/Leipzig 1911
Arbeitsblätter für Restauratoren, Arbeitsgruppe 8; „Holz, Pflanzenreste, Knochen u.a.“; S.
40-43; Arbeitsgemeinschaft der Restauratoren und Römisch-Germanisches Zentralmuseum;
1/71
Becker, Rolf und Zimmermann, Bernd; http://www.beyars.com/de/de_schildpatt.html
CITES;
http://www.bvet.admin.ch/artenschutz/d/vollzugshilfen/as112/cheloniidae/1_index.html
Fabri, Ria; Catalogue exposition; „Meubles d´apparat des Pays-Bas méridionaux » ;
Bruxelles 1989
Freyer, Ulli; « Pariser Pendulen mit Boullemarqueterie » in: Uhren – Journal für Sammler
klassischer Zeitmesser; S. 33-40; Callwey Verlag München 1/93
Krünitz´s Ökonomisch-technologische Encyklopädie, Schiffahrt – Schlacht; Berlin 1826
Kühn, Hermann; „Erhaltung und Pflege von Kunstwerken und Antiquitäten 1“; München
1974
Langer, Brigitte; „Zwei Kabinettschränke“ in: Die Möbel der Residenz II; S. 82-89, 95-100;
München/New York 1996
Martin, C.A.; „Der Drechsler“; S. 291-95; Leipzig 1905
Mundt, Barbara; „Schatzkästchen und Kabinettschrank“ in dem Katalog des
Kunstgewerbemuseums Berlin; S. 13; Berlin 1989
Nett, Hans-Werner; „Beitrag zum Werkstoff Schildpatt“ in Restauro 2/93; S. 99-105
Nowak, Gerhard; http://www.home.t-online.de/home/s.gerlinger/P-B-C-Tahiti/G-Tahiti-
2.html
Prömper, Katrin; „Schildpattimitationen auf Horn“; Projektarbeit an der FAK Goering
Institut München 1998
Roubo, Jacques-André; Reprint, o.O., o.J.; L´art du Menuisier; Paris 1771-76
Schnappauf, Ulrich; http:www.ifaw.org/press/german/gr032900.html
Seipel, Dr.Wilfried; Hg. Wilfried Seipl; Kat. Ausst. „Exotica“; S.171, 179; Wien 2000
31
Siddon, G.A.; „Praktischer und erfahrener englischer Ratgeber“; S. 370-77; B.F. Voigt;
Weimar 1835
Spannagel, Fritz; „Das Drechslerwerk“; Ravensburg 1981
Stratmann-Döhler, Rosemarie; „Möbel, Intarsien und Rahmen“ in Reclams Handbuch der
künstlerischen Techniken 3; Stuttgart 1986
Vuilleumier, Ruth; „Schildpatt – Verarbeitungstechniken und Imitationen“ in Brachert,
Thomas, Hg.; Beiträge zur Konservierung und Restaurierung alter Möbel; S. 130-37

Anti-Werbe-Email an beliebige Adressaten

Moin Freunde,

nach langer Zeit und aus gegebenem Anlass mal wieder ein kleiner Beitrag, für alle, die extrem von Werbung genervt sind und gern etwas dagegen unternehmen möchten.

Ich habe mir schon seit Jahren angewöhnt, offen und deutlich meine Meinung zu vertreten. Sowohl in der Schlange beim Lebensmitteldiscounter (sofern ich solche Geschäfte überhaupt noch betrete) als auch z.B. bei der unsäglichen Mediamarkt Werbung in der Glotze.

Meine Letzte (zu recht aus reiner Notwehr aggressive Mail) bzg. der Mario Barth Mediamarkt Werbung stelle ich hier mal ein in der Hoffnung, dem Einen oder Anderen eine Motivation zu geben, es mir gleichzutun.

In den Zeiten des Web 2.0 ist es nämlich gar kein Problem mehr, seine Meinung schnell und deutlich beim Adressaten unterzubringen. also zögert nicht und nehmt wie ich den Kampf gegen die Weindmühlen in Ämtern, Läden, TV, Kino oder wo sonst noch, auf!

Hier ein Beispieltext (hilft ausgezeichnet zum Agressionsabbau):

Sehr geehrte Damen & Herren,

aus gegebenem Anlaß möchte ich Ihnen mitteilen, das ich NIE WIEDER in meinem ganzen Leben einen ihrer unsäglich beworbenen Läden betreten werde. Dieses werde ich nach Möglichkeit ALLEN meinen Freunden, Bekannten und anderen Bekannten mitteilen und Sie intensivst bitten, es mir doch gleichzutun!
Ich denke, da (zumindest in meinem Bereich) ein IQ von teils weit über 110 i.d.R. anzutreffen ist, renne ich dort ‘eh offene Türen ein.

Ihre aggressive Proletenwerbung erreicht bei mir (und vielen Bekannten) exakt das Gegenteil dessen, was Werbung erreichen soll: Nämlich Verbraucher und KUN-DEN über ein Produkt informativ, niveauvoll und intelligent, bisweilen auch witzig, zu informieren.

Das Einzige, was Ihre “Werbung” erreicht ist, in mir den Wunsch zu erwecken, mit einer geladenen Pumpgun einen ihrer Läden zu stürmen. Wollen Sie das wirklich erreichen?

Mit freundlichen Grüßen
J.S.

3…-…2…-…-…1…-…BANZAI!!!

Wie versprochen der Thread zu den japan. Rasiermessern:

Isch abe die Messär bei ebay.fr erstohndän.
Darum habe ich auch keine Sammelbestellung für Euch aufgemacht. Hättet mir die guten Stücke ja glatt vor der Nase weggeholt ;-)

Geliefert werden Sie allerdings aus Japan. Sind “antike” Stücke, das heisst, ich weiss nicht in welchem Zustand sie wirklich sind.

2 original Kamisori sowie zwei “europäische” Messer aber aus japanischer Produktion (Stahl, Schalen etc.).

Auf dem Bild siehts fast so aus, als seien es Shavettes. Aber kann auch sein das die Japaner einfach etwas andere Klingenformen schmieden. Sehr wahrscheinlich sogar.
Mehr fotos als das eine habe ich nicht. Sobald sie da sind, werden sie aufgearbeitet und ich stelle ein paar richtig schöne Bilder hier rein.

Vielleicht, aber nur vielleicht verkaufe ich auch ein oder zwei weiter… Mal schauen. Erst die Rasur, dann das Geschäft.

Übrigens habe ich inkl. Airmail Versand rund 60 Euro bezahlt. Ich denke, das ist vertretbar

Öhm… Wie mach ich das jetzt doch gleich mit dem Bild??? Muss ich das anderweitig einstellen? Seufz…

Hier das wenig aussagekräftige Foto und der franz. eBay Text:

Beschreibung Der Verkäufer ist verantwortlich für das Angebot.

avant de placer votre enchère

veuillez lire attentivement les détails du descriptif

et réclamer les informations sur messagerie EBAY ,

le décalage horaire entre Paris et Tokio est de huit heures

envoyez vos questions à temps …

24 heures avant la fin des enchères .

- Les frais d’expédition sont indiqués au bas de cette page -

suivant la compatibilité des formats - le groupage des objets est possible

pour un poids maximum de deux kg. par colis . En principe les délais d’acheminement sont de 8 à 12 jours ,

la poste accepte les dossiers de réclamations 30 jours après l’envoi , et ne délivre des informations qu’un mois plus tard

soit 60 jours à compter de la date de cet envoi . Livrés dans les 4 à 6 jours et faciles à suivre , les courriers EMS

sont le seul mode d’expédition sécurisé et garanti par la poste , tarifs 300 g. 16 euro / 500 g. 19 euro / 1kg. 30 euro /

Environ le double du tarif avion prioritaire recommandé donné ici .

RENVOI DES OBJETS

accepté dans un délai de 8 jours après réception

FRAIS PORT DE RENVOI , OU DE RETOUR , À MA CHARGE

L’ADRESSE DE RETOUR SERA FIXÉE AVANT EXPÉDITION

****

LE PRIX DE L’OBJET SERA REMBOURSÉ

LES FRAIS PORT ENVOI RESTENT À LA CHARGE DE L’ACQUEREUR

****

Merci pour votre compréhension .

EEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE

KAMISORITOKOYAHIGÉSORIKAMISORITOKOYAHIGÉSORI

deux rasoirs de coiffeur

- ANCIENS ANNÉES 30 & 50 SHOWA -

DEUX KAMISORI

Ensemble de deux Kamisori , rasoirs anciens , l’un bien marqué….

sur la lame , et le manche

TOWA même que sur son étui d’origine , TOWA RAZOR TOKYO fukai factory

des années 50 … le second , plus ancien ,

des années 20 - 30 , boîtier de papier et lamelles de bois laqué

peu courant format et profil , antique , manche recouvert de cordon de Bambou

typique de ces années là , les deux rares de coiffeur ,

lames vives , en bon état ce genre ne se trouve plus ……

tels que découverts …..

***

TOWA - lame - 71 mm x 19 mm - plié fermé- 160 mm -

Antique - lame - 73 mm x 21 mm - longueur - 150 mm -

en bon état comme sur les photos

***

Les objets que je présente sont anciens , Je les décris au mieux ,

cependant il est possible que certains détails échappent à mon attention ,

merci de votre compréhension .

***

Voir mes autres ventes - Japon - couteaux et lames

***

Expédition

ENVOI de TOKIO

FRANCEEUROPE

Avion prioritaire recommandé 17,50 euro

WORLD WIDE DELIVERY

Via Air mail registered 21,50 euro




Arthur und die Minimoys

Fantasievollen Fantasy-Saga zwischen Real- und Animationswelten, Action und Science-Fiction, Kunst und Kinderfilm.

Als ein Immobilienhai das Haus seiner Großmutter einkassieren will, muss Arthur den versteckten Schatz des Großvaters finden und in die Welt der Minimoys hinabsteigen. Auf zwei Millimeter geschrumpft trifft er in dem geheimen Königreich die wunderschöne Prinzessin Selenia und ihren Bruder Beta. Gemeinsam macht sich das Trio auf die Suche und gerät dabei in die Fänge eines finstren Tyrannen, der die Welt der Minimoys zerstören will.

Mehr dazu demnächst.

Pans Labyrinth

Packender Fantasyfilm, in dem sich ein zwölfjähriges Mädchen vor der Brutalität des Franco-Regimes in eine verlockend schillernde Märchenwelt flüchtet.

Die zwölfjährige Ofelia reist mit ihrer schwangeren Mutter zu deren neuen Ehemann, Franco-General Vidal, der in den spanischen Wäldern Jagd auf eine Guerilla-Gruppe macht. Ofelia entdeckt ein steinernes Labyrinth und macht Bekanntschaft mit einem Faun, der ihr offenbart, sie sei die verlorene Prinzessin eines unterirdischen Königreichs und müsse drei Aufgaben erfüllen, um dorthin zurückzukehren. Zugleich zwingt die unfassbare Brutalität Vidals den Widerstand dazu zu handeln.

Hier ein “Spiegel Artikel” mit mehr Inofs zum Film. Die ich übrigens alle unterschreiben kann. Der Film ist ganz wunderbar!!! Herrlich gefilmt, sehr sehr gute Datsteller (Vidal ist wirklich übel und lächerlich zugleich).

Unbedings ansehen!!!

 Der Traum vom Faun

Von Andreas Borcholte

Eskapismus mit ernsten Untertönen: In Guillermo del Toros Erwachsenenmärchen “Pans Labyrinth” flüchtet sich ein kleines Mädchen vor dem spanischen Faschismus in eine Traumwelt mit Tücken. Das zauberhaft-anrührende Drama ist für sechs Oscars nominiert.

Spanien 1944, der Bürgerkrieg ist seit Jahren vorbei, das ganze Land wird von dem faschistischen General Francisco Franco regiert. Das ganze Land? Nein, ein paar versprengte Rebellen leisten in den bewaldeten Bergen im Norden erbitterten Widerstand und halten an einer Republik fest, die längst Geschichte ist - und es lange, 40 Jahre, bleiben wird.

 

Szene aus

SENATOR

Szene aus “Pans Labyrinth”: Ofélia im Wunderland

 

Finstere Zeiten also, in die Ofélia da gerät. Das kleine Mädchen reist mit ihrer hochschwangeren Mutter Carmen in eben jene Rebellenregion, um bei ihrem Stiefvater zu leben. Capitan Vidal, selbst ein kleiner Diktator und ein eitler Fatzke noch dazu, hält auf einem Berghof, einer alten Mühle, mit seinen Soldaten die Stellung und verteilt Francos Brot an die verarmte Bevölkerung. Vidal und Ofélia, das wird schnell klar, mögen sich nicht: Das versponnene Mädchen, das sich gerne in Märchenbücher vertieft und von Feen träumt, passt nicht zu dem fanatischen Macho, der außer Hass auf Francos Gegner nur seinen noch ungeborenen Sohn im Kopf hat. Der Stiefvater ein Schurke, die Mutter unmündig und krank - was liegt da näher als die Flucht ins Irreale?

“Pans Labyrinth” ist einer der erstaunlichsten Filme des vergangenen Jahres, zum einen deshalb, weil man einen solchen Geniestreich von dem mexikanischen Splatter-Fan Guillermo del Toro (”Blade 2″, “Hellboy”) nicht erwartet hätte; zum anderen, weil eskapistische Märchenfilme zumeist im Kitsch versinken und eine letztlich allzu heile Welt propagieren. Del Toros Film, obwohl deutlich inspiriert von Klassikern wie “Der Zauberer von Oz”, bricht mit den Märchen-Konventionen Hollywoods und führt das Genre mit zahlreichen Zitaten aus der Popkultur in die Welt der Erwachsenen und zum Autorenfilm, wo Happy Ends eher die Ausnahme bilden.

 

VIDEOS ZUM FILM

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Video: Senator/Central


“Pans Labyrinth” -
Trailer und Ausschnitte

Anders als ihre Vorbilder Dorothy und Alice muss Ofélia nicht in andere Dimensionen vordringen, um in ihre Phantasiewelt zu gelangen. Die Übergänge zwischen der Realität des spanischen Bürgerkriegs und dem zauberhaften Reich, in dem der schelmische Naturgott Pan (lateinisch: Faunus) auf eine verschollene Prinzessin wartet und Tinkerbell-ähnliche Feen als Insekten-Scouts tarnt, sind fließend, so dass sich die realen Ereignisse auch in der vermeintlichen Traumwelt spiegeln. Natürlich ist Ofélia die gesuchte Prinzessin, aber bevor sie ihren rechtmäßigen Platz auf dem Thron (bei ihrem im echten Leben verstorbenen Vater) einnehmen kann, muss sie drei Tests bestehen. Eintritt in das magische Reich erhält sie durch ein zugewachsenes Labyrinth, das wie ein Garten hinter dem Berghof liegt. 

Pans Labyrinth: Flucht vor den Faschisten

Fotostrecke starten: Klicken Sie auf ein Bild (6 Bilder)

 

Virtuos gelingt es del Toro, reale Handlung und Phantasie-Plot nebeneinander her zu erzählen, ohne dass die Spannung in einem der Stränge nachlässt. Während Ofélias Prüfungen immer gruseliger werden - in einer Szene muss sie sich ohne zu naschen an einer reich gedeckten Tafel vorbeischleichen, an der ein augenloses und offensichtlich kinderfressendes Monster nur auf eine falsche Bewegung lauert -, spitzt sich auch draußen die Lage zu. Vidals Hausmagd Mercedes (Maribel Verdú) ist nicht nur Ofélias heimliche Vertraute, sondern außerdem die Schwester eines Rebellen, die Vorräte, Informationen und manchmal sogar den verbündeten Arzt aus der Höhle des Löwen schmuggelt. Solche Umtriebe bleiben dem fiesen, aber nicht dummen Vidal natürlich nicht lange verborgen. Als er einen gefangenen Rebellen grausam zu Tode foltert, eskaliert die Situation - und ausgerechnet der narzisstische Capitan trägt eine Wunde davon, die sein überhebliches Lächeln zur hässlichen Fratze entstellt.

 

PANS LABYRINTH
(MEXIKO/SPANIEN 2006)

Originaltitel: El Laberinto del Fauno
Regie: Guillermo del Toro
Buch: Guillermo Del Toro
Darsteller: Sergi Lopez, Maribel Verdú, Ivana Baquero, Doug Jones
Produktion: : Warner Bros., Tequila Gang, Esperanto Filmoj
Verleih: Senator
Länge: 119 Minuten
Start: 22. Februar 2007

www.panslabyrinth.com

Subtil ist sie nicht, die Bildsprache del Toros, aber das sind vielleicht die Zugeständnisse an das plakative Märchengenre: Die furchterregende Figur des bleichen und blinden Monsters in Ofélias Prüfung ist nicht nur eine Hommage an Francisco Goyas Bildnis des Gottes Saturn, der seinen Sohn frisst; in der Tafel voller verdorbener Leckereien, die der Unhold darbietet, reflektiert der Film auch die falschen Verheißungen faschistischer Regimes: Draußen auf dem Berghof spielen sich Francos Truppen als Volks-Versorger auf und verteilen Brot, doch der Preis für einen vollen Magen ist die Freiheit des Individuums. In der Unschuld des kindlichen Geistes, verkörpert durch Ofélia, liegt einerseits die Gefahr der Verführbarkeit, andererseits aber auch die Chance einer Utopie: die Befreiung von der lähmenden Geißel der Diktatur in naher Zukunft. 

Trotz schwerwiegender Thematik behält der Film eine Leichtigkeit, die ihn selbst am tränenreichen Ende vor zu viel Pathos bewahrt. Kameramann Guillermo Navarro (”Hellboy”), der schon Robert Rodriguez’ “Desperado” und “From Dusk Till Dawn” filmte, entwirft angemessen kraftvolle Chiaroscuro-Bilder, die dem Geschehen tatsächlich etwas Träumerisches verleihen. Aber die Frage, ob sich Ofélia ihren gehörnten Waldgeist, sein Labyrinth und seine Prüfungen nur zusammenphantasiert oder ob sie Teil der Wirklichkeit sind, bleibt offen. Die Flucht ins Irreale findet also nicht wirklich statt, und aus dieser Konstruktion gewinnt der Film bei aller Tragik und Düsternis letztlich eine kräftige Portion Optimismus: Die Szenen, in denen Ofélia in Pans Labyrinth ihre Rätsel lösen muss, wurden wohl nicht zufällig mit Mercedes’ Ausflügen zum Rebellenlager kombiniert - die bessere Welt, sie könnte wahr werden.

Diese meisterlich erzählte Geschichte wird von hervorragenden Darstellern zum Leben erweckt, allen voran die beim Filmdreh erst elf Jahre alte Ivana Baquero als Ofélia - und Sergí Lopez, der seinem Über-Schurken Vidal bei aller Bosheit auch eine menschliche Facette lässt, durch die der Schrecken erst richtig greifbar wird.

“Pans Labyrinth” ist für insgesamt sechs Oscars nominiert, darunter auch als bester fremdsprachiger Film. In dieser Kategorie konkurriert Guillermo del Toro unter anderem mit Florian Henckel von Donnersmarcks Stasi-Drama “Das Leben der Anderen”. Die Filme, obwohl sie in Ästhetik und Plot unterschiedlicher nicht sein könnten, haben dennoch etwas gemeinsam: Beide handeln vom Aufbäumen der Humanität gegen ein unmenschliches Regime.

Hannibal Rising

Fünftes Filmabenteuer mit dem längst legendären Hannibal Lecter, das von den frühen Tagen des Kannibalen erzählt.Im Zweiten Weltkrieg muss Hannibal Lecter in Litauen mit ansehen, wie seine Schwester von ausgehungerten Soldaten ermordet und gegessen wird. Traumatisiert verschlägt es den jungen Mann nach Paris, wo er seine Ausbildung erhält und lernt, sich unliebsamer Menschen auf kultivierte Weise zu entledigen.
Demnächst mehr!

Saw III

Der Jigsaw Killer lädt zum dritten perversen Spiel auf Leben und vor allem Tod.

Der Jigsaw Killer lädt zum dritten perversen Spiel auf Leben und vor allem Tod. Während die Polizei weiterhin nach Jigsaw fahndet, hat der dahinsiechende Sadist mit seiner Gefolgsfrau Amanda bereits die nächste Runde seines perversen Spiels eingeläutet: Amanda entführt die Ärztin Dr. Lynn Denlon nach einer ihrer Schichten im Krankenhaus und bringt sie in ein leerstehendes Lagerhaus: Dort soll sie Jigsaw so lange am Leben erhalten, wie sein neues Opfer Jeff braucht, eine Reihe von Aufgaben auf Leben und Tod zu lösen.

Demnächst mehr, bibber.